Befreiungsschlag
GAK jubelt über den ersten Sieg unter Scheiblehner
Altach. Der GAK ist mit seinem ersten Ligasieg unter Neo-Coach Gerald Scheiblehner vorübergehend in die obere Tabellenhälfte der Fußball-Bundesliga vorgestoßen. Die Grazer setzten sich am Samstag beim SCR Altach mit 2:1 (2:1) durch und halten nach sechs Runden bei sieben Punkten. Tore von Yannick Oberleitner (6.) und Alexander Hofleitner (38.) sorgten für die ersten Auswärtspunkte der Saison. Yann Massombo hatte zwischenzeitlich ausgeglichen (25.), seine Altacher blieben Vorletzter.
Auch interessant
Massombo stand erstmals nach dem Theater um den von ihm angestrebten, aber gescheiterten Wechsel zu Sturm Graz in der Liga in Altachs Startformation. Scheiblehner plagten erneut Personalsorgen. Abwehr-Routinier Michael Sollbauer absolvierte sein erstes Ligaspiel für den GAK. Im Mittelfeld-Zentrum kam Christopher Cvetko anstelle des an Bandscheibenproblemen laborierenden Tobias Koch zu seiner Startelf-Premiere für die Grazer.
Diese nützten bereits den ersten Eckball der Partie. Oberleitner schlug per Kopf zu. Corner-Schütze Peter Michorl bejubelte in seinem insgesamt 200. Bundesliga-Spiel seinen schon 48. Assist. Auf der Gegenseite traf Niklas Niehoff aus Abseitsposition die Oberkante der Latte (20.). Einen abgerissenen Schuss von Ousmane Diawara aus guter Position vermochte der Deutsche nicht zu verwerten (24.).
GAK effizient wie lange nicht
Eine Minute später ließ sich der GAK von einem schnell ausgeführten Einwurf von Benjamin Böckle überraschen, Massombo traf sehenswert ins kurze Kreuzeck. Seine Transferposse im Sommer scheint der Franzose hinter sich gelassen zu haben. Auch das Altacher Publikum wirkte weitgehend versöhnt, Pfiffe waren im Schnabelholz nicht zu vernehmen.
Allerdings präsentierten sich die Gäste vor 4.152 Zuschauern effizient wie lange nicht. Hofleitner nahm eine Flanke von Liam Hermesh im Angriffszentrum geschickt an, Altach-Verteidiger Rassa Rahmani kam nicht in den Zweikampf, und der GAK-Stürmer brachte sein Team erneut in Front. Niehoff brachte den Ball mit der Ferse nicht an GAK-Goalie Cican Stankovic vorbei (32.). Nach Seitenwechsel verfehlte Mike-Steven Bähre dessen Querpass - und auch Diawara brachte das Spielgerät nicht im Tor unter (56.).
Die Altacher hatten mehr Spielanteile, wurden in der Schlussphase aber nicht mehr zwingend genug. Der GAK brachte den ersten Auswärtssieg nach davor drei Liganiederlagen in der Fremde mit einer kompakten Defensivleistung über die Zeit. Bei Scheiblehners Premiere vor zwei Wochen gegen den WAC hatte es trotz langer Überzahl wegen mangelnder Chancenverwertung nur zu einem 0:0 gereicht.
Altachs Misere hält an
Altach kassierte die vierte Liganiederlage in Folge. Erst drei Punkte stehen für den Cup-Finalisten der Vorsaison zu Buche. Auch das Schnabelholz ist keine Heimfestung mehr. Nach einem 3:1 gegen die WSG Tirol hatten die Vorarlberger im August bereits gegen Hartberg zu Hause 1:2 verloren. Der GAK bleibt ein ungeliebter Gegner. Von den neun Duellen seit dem Wiederaufstieg der Grazer haben die Altacher nur eines gewonnen - und vier verloren. Chance zur Revanche gibt es im Cup-Achtelfinale, in dem die "Rotjacken" Ende Oktober erneut in Altach gastieren.