Mas baut Vorsprung aus

Gall geht am Monsterberg die Luft aus

© IMAGO/Sirotti
Rad-Superstar Felix Gall griff am Sonntag bei der Vuelta a Espana nach dem Etappensieg. Doch im Finish ging dem Osttiroler die Luft aus.
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Nach dem dramatischen Aus von Superstar Tadej Pogacar am Samstag auf der 8. Vuelta-Etappe ist die Favoritenrolle bei der Spanien-Rundfahrt neu verteilt. Am ersten Tag ohne den Weltmeister waren alle Augen auf den Dreikampf zwischen dem neuen Gesamtleader und Lokalmatador Enric Mas, dem Slowenen Primoz Roglic und dem Österreicher Felix Gall gerichtet.

Auf der Sonntag-Etappe mit 5.000 Höhenmetern und 22-km-Schlussanstieg auf den Mythos-Berg Alto de Aitana kämpften neben Gall, Mas und  Roglic auch Richard Carapaz und Oscar Onley um den Tagessieg. Lange konnte sich keiner entscheidend absetzen.

Gall Etappen-Vierter und Gesamt-Dritter

Bis Mas drei Kilometer vor Schluss gemeinsam mit Onley attackierte. Gall konnte das Tempo nicht halten, nachdem sein Team ihn zuvor perfekt in Stellung gebracht hatte. So feierte Mas (Movistar) seinen ersten Sieg in Rot vor Onley (GBR) und Roglic (+12 Sek.), der jetzt in der Gesamtwertung Zweiter bleibt, allerdings mit 1:18 Minuten Rückstand in den Montag-Ruhetag geht. Gall kam als Vierter mit 18 Rückstand auf Mas bzw. 6 Sekunden hinter Roglic ins Ziel, wobei er im Finish bei der Radarstation des spanischen Militärs auf 1.543 m Seehöhe Schadensbegrenzung betrieben hatte.

In der Gesamtwertung verlor Gall auf weiter Zeit und liegt jetzt 1:39 Minuten hinter Mas bzw. 31 Sekunden hinter Roglic auf Platz 3. Vor dem Etappen-Start hatte ihn der schwere Struz von Favorit Pogacar (Schlüsselbein gebrochen, Wirbel angebrochen) beschäftigt: "Tadejs Sturz war ein ziemlicher Schock. Es bedeutet, dass wir jetzt ein neues Rennen haben, alles ist möglich."

Am Montag ist der erste Ruhetag, ehe es am Dienstag ruhiger zur Sache geht. Die nächste für das Gesamtklassement wichtige Etappe steigt am Donnerstag mit der Bergankunft in Calar Alto. Bis zur Schlussetappe in zwei Wochen in Madrid ist noch für Gall noch alles drin. Der Giro-Zweite darf nach dem Pogacar-Aus weiter vom historischen Grand-Tour-Sieg träumen!