Gastro-Elite
Gault&Millau Restaurantguide 2027: Das sind die besten Köche Österreichs
Spitzenkoch Philip Rachinger vom "Ois im Mühltalhof" in Oberösterreich erhält von Gault&Millau Österreich den begehrten Award als Chef of the Year. Mit sechs Award-Siegerinnen und zahlreichen jungen Talenten zeigen Österreichs Frauen beeindruckende Leistungen in Gastronomie und Wein. Der Kärntner Weissensee überrascht mit einer enormen Dichte an Top-Bewertungen und die Gebrüder Obauer erhalten den Award für ihr Lebenswerk, bevor sie sich nach mehr als vier Jahrzehnten österreichischer Genussgeschichte in den Ruhestand zurückziehen.
Die Awards & Preisträger 2027 auf einen Blick
- Gault&Millau Chef of the Year 2027: Philip Rachinger, "Ois im Mühltalhof", 4120 Neufelden
- Lebenswerk 2027: Karl und Rudolf Obauer, "Obauer", 5450 Werfen
- Service Award 2027: Larissa Andres, "Jola", und "Lara", 1010 Wien
- Sommelière des Jahres 2027: Nina Fink, "Gasthaus Haberl & Fink’s Delikatessen", 8262 Ilz
- Patissière des Jahres 2027: Janina Trogisch, "Tannenhof", 6580 St. Anton am Arlberg
- Newcomerin des Jahres 2027: Noemi Zagoni, "Elements", 6580 St. Anton am Arlberg
- Aufsteiger des Jahres 2027: St. Peter Stiftskulinarium, "Restaurant Peter", 5020 Salzburg
- Wirtshaus des Jahres 2027: "Landgasthaus Reif", 4072 Alkoven
- Wiener Wirtshaus des Jahres 2027: "Gasthaus Ubl", 1040 Wien
- Weinkarte des Jahres 2027: "Heunisch & Erben", 1030 Wien
- Weinkarte des Jahres 2027 mit Österreich-Schwerpunkt: "Biohotel Gralhof", 9762 Neusach
- Bierkarte des Jahres 2027: "Bierhotel Loncium", 9640 Kötschach-Mauthen
- Barkeeper des Jahres 2027: Philipp Loidolt, Michal Zavacky und Franz Taferner, "Intermezzo Bar", Hotel InterContinental Wien, 1030 Wien
- Gastronom des Jahres 2027: Toni Mörwald, Mörwald "Toni M.", 3483 Feuersbrunn
- Ambassador des Jahres 2027: Yotam Ottolenghi
- Hotel des Jahres 2027: "eriro", 6632 Ehrwald
Der beste Koch des Landes
Die begehrte Auszeichnung als Gault&Millau Chef of the Year 2027 geht an Philip Rachinger vom "Ois im Mühltalhof". Seine Gerichte im Haus seiner Familie präsentieren sich regional inspiriert in höchster Finesse, zudem setzt er zahlreiche Impulse, um die Gastronomieszene zu beleben. Mit dem neuen Award "Chef of the Year" ersetzt Gault&Millau den bisherigen Titel "Koch des Jahres" – auch als Zeichen des Respekts gegenüber den vielen herausragenden Frauen in der heimischen Spitzengastronomie.
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Deutliche Zuwächse im Spitzensegment
Im Gault&Millau Restaurantguide 2027 erreichten 97 Betriebe eine Auszeichnung mit vier Hauben. Verglichen mit 82 Betrieben im Vorjahr verzeichnet dieses Segment einen deutlichen Zuwachs, während sich bei Ein-Hauben-Betrieben österreichweit ein Minus von 17 Betrieben ergibt. Diese deutliche qualitative Verschiebung nach oben unterstreicht die Innovationskraft und den Mut der heimischen Gastronomie und zeigt sich auch bei den Neueinsteigern und Konzeptänderungen: "Shiki Omakase" in Wien und "Arlicious" in St. Anton starten mit jeweils sensationellen 17,5 Punkten, "Ansitz 12" in Lienz und "Aurea" in der Wildschönau mit 17 Punkten. Als Aufsteiger des Jahres überzeugt das "St. Peter Stiftskulinarium" in Salzburg mit einem Sprung von 13 auf 15,5 Punkte. Neu in der Vier-Hauben-Liga mit 17 Punkten sind das "Kolm" in Niederösterreich, "Fuxbau" in Vorarlberg, "Artis", "Genießerei am Markt", "Lieperts", "Thaller" und "Wörgötter" in der Steiermark, "Bergergut", "Waldschänke", "Paula" und "Lukas Kapeller" in Oberösterreich, "Ullrs Wine & Dine", "Bou4", "Atelier Freund-Schafft" und "Chef’s Table by Gesser" in Tirol, "Gamskogelhütte Fine Dining" und "Rouge Noir" in Kärnten sowie das "Jola" in Wien. Mit fünf Hauben sind heuer acht statt neun Restaurants ausgezeichnet. Grund dafür ist die Schließung des "Obauer" in Werfen: Karl und Rudolf Obauer ziehen sich in den Ruhestand zurück und erhalten den Award für ihr Lebenswerk.
Female Power mit Kraftschub
Besonders erfreulich ist, dass die Female Power in der heimischen Gastronomie weiter Fahrt aufnimmt – und das über alle Disziplinen hinweg: Als Newcomerin des Jahres überzeugt Noemi Zagoni vom "Elements" im Hotel Arpuria in St. Anton als junge Chef de Cuisine auf beeindruckende Weise. Janina Trogisch vom "Tannenhof" in St. Anton ist Patissière des Jahres und stellt vor Ort auch als Souschefin ihr Können unter Beweis. Larissa Andres, Gastgeberin und Geschäftsführerin von "Jola" und "Lara" in Wien, erhält den Service Award des Jahres – und das "Jola", Österreichs erstes veganes Fine-Dining-Lokal, steigt zugleich auf vier Hauben auf. Als Sommelière des Jahres überzeugt Nina Fink vom "Gasthaus Haberl & Fink’s Delikatessen" in Walkersdorf bei Ilz, die als eine der jüngsten Certified Sommelières Österreichs große Weinkultur ins Wirtshaus bringt. Dorli Muhr ist mit ihrem Weingut die erste Preisträgerin der neu geschaffenen Kategorie Weingut des Jahres, und last but not least ergänzt Winzerin Tamara Kögl als Entdeckung des Jahres 2027 die starke weibliche Riege. Insgesamt lässt sich feststellen, dass vor allem bei Neugründungen die Zahl der Küchenchefinnen deutlich steigt und Frauen damit mehr Verantwortung in der Spitzengastronomie übernehmen.
Die Gastro-Trends 2027: Mehr Genuss, weniger Inszenierung
Der neue Gault&Millau Restaurantguide 2027 zeigt auch in der neuesten Ausgabe, wohin sich Österreichs Spitzengastronomie entwickelt: Statt aufwendiger Inszenierungen stehen zunehmend Präzision, hochwertige Produkte und die unverwechselbare Handschrift der Köchinnen und Köche im Mittelpunkt. Gleichzeitig feiern kulinarische Klassiker ein Comeback – allerdings modern interpretiert und mit neuen Ideen verfeinert. Auch Fine Dining wird nahbarer: persönlicher, entspannter und genussorientierter. Vor allem aber zeichnet der neue Guide das Bild einer Branche, die trotz aller Herausforderungen voller Kreativität, Leidenschaft und Selbstvertrauen in die Zukunft blickt. Eines wird dabei deutlich: Österreichs Gastronomie bleibt auch 2027 eine der spannendsten und kreativsten Genusslandschaften Europas.