Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer in den sozialen Netzwerken und unter Luftfahrt-Beobachtern. Daten des bekannten Flugverfolgungsdienstes "flightradar24" belegen eindeutig, dass eine schwere Transportmaschine der US-Luftwaffe am Dienstagmorgen in der russischen Hauptstadt gelandet ist. Die Maschine vom Typ Boeing C-17 Globemaster III setzte laut den Aufzeichnungen gegen 10.04 Uhr Moskauer Ortszeit auf der Landebahn des Flughafens Moskau-Wnukowo auf. Laut "CBS News" soll CIA-Direktor John Ratcliffe an Bord gewesen sein. Er habe eines oder mehrere Treffen in der russischen Hauptstadt.
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Zuvor hatte das Flugzeug eine bemerkenswerte Route hinter sich gebracht. Am Sonntag war die Maschine in Riga (Lettland) gelandet, von wo es nach einem kurzen Aufenthalt weiter in die russische Hauptstadt ging. Über den genauen Grund der Landung in Moskau wird derzeit wild spekuliert.
Kurz nach der Landung in Moskau kam es zu weiteren Beobachtungen auf den Straßen der russischen Metropole. Mehrere Staatsmedien berichteten, dass eine auffällige Autokolonne im Stadtgebiet gesichtet wurde. Die Fahrzeuge sollen mit US-amerikanischen diplomatischen Kennzeichen ausgestattet gewesen sein.
Maschine dient als Transportflugzeug
Ob diese Kolonne direkt mit der Ankunft des Militärflugzeugs in Verbindung steht, ist offiziell nicht bestätigt. Die C-17 Globemaster III ist ein extrem leistungsfähiges, schweres Militärtransportflugzeug. Es wird primär dafür eingesetzt, Truppen sowie schweres militärisches Gerät – wie etwa gepanzerte Fahrzeuge oder Hubschrauber – über globale Distanzen hinweg rasch zu verlegen. Die Präsenz eines solchen Giganten auf einem Moskauer Flughafen in Zeiten extremer geopolitischer Spannungen ist extrem ungewöhnlich.
Angesichts der Brisanz des Vorfalls wurde auch die russische Führung umgehend mit dem Thema konfrontiert. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow reagierte jedoch gewohnt auf die Fragen von Journalisten. Der enge Vertraute von Präsident Wladimir Putin erklärte am Dienstag offiziell, dass er über keinerlei Informationen zu dem gelandeten US-Flugzeug verfüge.
Gleichzeitig erteilte Peskow Spekulationen über kurzfristige diplomatische Spitzentreffen direkt im Kreml eine Absage. Er betonte vor Pressevertretern, dass in der laufenden Woche kein Treffen mit Repräsentanten der US-Regierung in der russischen Machtzentrale vorgesehen sei.
Brisante Ereignisse in Riga
Interessante Details liefert allerdings auch ein Beobachter aus Riga. Demnach stand die C-17 Globemaster III während ihres Aufenthalts in Lettland nicht zufällig auf dem dortigen Rollfeld. Sie soll direkt neben einer US Air Force C-40B geparkt gewesen sein. Dieses spezielle Flugzeugmodell dient primär dem Transport hochrangiger US-Regierungsmitglieder und hochdekorierter Militärs. Weiters wurden auch in Lettland Diplomaten-Fahrzeuge mit US-Kennzeichnung gesichtet.
Hinter den Kulissen der internationalen Politik werden nun zwei Szenarien besonders heiß diskutiert. Einerseits gab es in den vergangenen Wochen immer wieder Berichte über eine mögliche Russland-Reise der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner. Obwohl ein konkreter Termin von offizieller Seite nie bestätigt wurde, könnte die Landung des Militärtransporters mit logistischen Vorbereitungen für einen solchen Besuch zusammenhängen.
Andererseits kommen schwere Militärflugzeuge dieser Art in der Praxis regelmäßig bei einem Gefangenenaustausch zum Einsatz. Zwischen Washington und Moskau gab es in der jüngeren Vergangenheit bereits mehrfach solche sensiblen Austauschaktionen. Die USA fordern seit geraumer Zeit mit Nachdruck die Freilassung und Rückkehr mehrerer amerikanischer Staatsbürger, die in russischen Gefängnissen festgehalten werden. Die Landung in Moskau-Wnukowo könnte somit der Schlüssel zu einer neuen, geheimen humanitären Vereinbarung sein. Ob es sich um Diplomatie oder einen Gefangenendeal handelt, bleibt vorerst ein gut gehütetes Geheimnis zwischen Washington und Moskau.