WKW-Präsident

Geheim-Plan: So will Ruck bleiben

© WKW / Florian Wieser
Wie sich Wiens Wirtschaftskammer-Chef Walter Ruck im Amt halten will.
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"Schotten dicht und durchfahren", soll Walter Ruck laut einem geheimen Gesprächsprotokoll rund um den Jahreswechsel 2025 auf 2026 gesagt haben. Thema war gerade, dass die Wirtschaftskammer Wien wie ein Hühnerstall sei und kleinste Verhaltensweisen von Ruck sofort interpretiert würden.

"Schotten dicht und durchfahren" könnte nun aber auch zur Strategie für die aktuelle Causa Ruck werden, wie oe24 aus dem Umfeld des WKW-Präsidenten erfuhr. Demnach will Ruck die nächsten zwei bis drei Wochen auf Tauchstation gehen. Anschließend sollen intern die Wogen geglättet werden, ehe man sich wieder in die Offensive wagt.

Rückendeckung von Ludwig (r.) für Ruck. © APA/HANS KLAUS TECHT

Ob die Taktik aufgeht, wird sich jedenfalls noch weisen. Immerhin wird die Liste der Kritiker nicht gerade kürzer. Zuletzt gab es aber klare Rückendeckung von Wiens Bürgermeister (und Ruck-Freund) Michael Ludwig (SPÖ), der übrigens nicht an einen Rücktritt Rucks glaubt.

FPÖ fordert Ende der Pflichtmitgliedschaft

Die FPÖ nutzt die Causa Ruck, um gegen die Pflichtmitgliedschaft aufzutreten. "Ein Ruck muss durch die Wirtschaftskammer gehen – und zwar durch die Hintertüre hinaus, ruckzuck", fordert FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker.

Das "profil" veröffentlichte Ausschnitte eines Gesprächsprotokolls, wo Ruck unter anderem über Postenschieberei und Machtspiele gesprochen haben soll.