"Tote Hand"

Geheimer Putin-Bunker massiv ausgebaut

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Das russische Militär soll seinen geheimen Bunkerkomplex im Ural-Gebirge ausgebaut haben. Neue Dokumente beweisen die Arbeiten an der Kommandozentrale "Perimeter". Im Westen wird die Anlage auch "Tote Hand" genannt.
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Der unterirdische Komplex "Objekt 1335" befindet sich tief im Berg Koswiniski. Für die russischen strategischen Raketenstreitkräfte ist er eine Ausweichstelle. Im Falle eines Überraschungsangriffs soll von hier ein automatisierter oder semi-automatisierter nuklearer Vergeltungsschlag durchgeführt werden. Aus diesem Grund modernisiert nun Russland die Anlage aus dem Kalten Krieg, wie das investigative dänische Medium "Danwatch" berichtet.

Mit der Modernisierung wollen die Streitkräfte sicherstellen, dass Befehle an das gesamte Atomwaffenarsenal auch dann weitergegeben werden, wenn die gesamte russische politische Führung handlungsunfähig ist.

Gigantische Umarbeiten

"Danwatch" hat über zwei Millionen russische Beschaffungsunterlagen von der Modernisierung ausgewertet. Laut den Dokumenten hat das Verteidigungsministerium in Moskau seit 2018 tausende Einzelaufträge verteilt. Das Ministerium bestellte unter anderem Spezialausrüstungen für Bohrungen und Belüftung. Zudem wurden kolossale Mengen an Baumaterialien gekauft. Für das gigantische Bauprojekt mit dem Codenamen "Objekt 1335" im Ural wurden über 56.000 Tonnen Zement und rund 600 Kilometer Elektrokabel verbraucht.

Das Enthüllungsmagazin zitiert einen russischen Militärveteranen. Dieser bestätigte 2023 die Reaktivierung der "Toten Hand". Zudem belegen Satellitenbilder umfangreiche Erdarbeiten und den Bau von 6 neuen Eingängen.

"Putin ist sehr paranoid"

Sicherheitsexperten sind besorgt über die Bauarbeiten. Andy Weber, ehemaliger stellvertretender US-Verteidigungsminister für nukleare Abwehrprogramme, bewertet die Modernisierung: "Ich habe keinen Grund zu der Annahme, dass es sich nicht darum handelt. Putin ist sehr paranoid, was Enthauptungsschläge angeht."

Eine ähnliche Einschätzung teilt auch der Rüstungsexperte Jeffrey Lewis. Für ihn seien es klare Signale für eine erneute Inbetriebnahme. Der Rüstungsexperte erklärt: "Die einfachste Erklärung ist, dass die Russen die 'Tote Hand' wahrscheinlich wieder in Betrieb nehmen."