Verheerende Folgen

"Godzilla-El-Niño": Dieses Wetter droht Europa

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Ein außergewöhnlich starkes Klimaphänomen im Pazifik könnte das Wetter rund um den Globus durcheinanderwirbeln.
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Klimaforscher beobachten derzeit eine rasche Erwärmung des tropischen Pazifiks und warnen vor einem möglicherweise extremen El-Niño-Ereignis. Sollte sich die Entwicklung bestätigen, könnte sogar ein sogenannter "Godzilla-El-Niño" bevorstehen.

Von einem "Super-El-Niño" sprechen Klimaforscher, wenn sich die Oberflächentemperatur des Pazifiks um mehr als zwei Grad erhöht. Bei einer Erwärmung von rund 2,5 Grad oder mehr wird das Ereignis mitunter als "Mega-El-Niño" oder "Godzilla-El-Niño" bezeichnet. Nach aktuellen Prognosen könnte das bevorstehende Ereignis außergewöhnlich stark ausfallen.

Die US-Wetterbehörde NOAA geht von einer hohen Wahrscheinlichkeit aus, dass sich ein kräftiger El Niño entwickelt und bis ins Frühjahr 2027 anhält. Auch die US-Klimaforschungsorganisation Berkeley Earth rechnet mit erheblichen Auswirkungen. Nach Einschätzung von Klimaforschern könnte 2027 dadurch sogar zum heißesten Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden. Der Klimaforscher Zeke Hausfather bezeichnete das erwartete Ausmaß als "atemberaubend".

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Was bedeutet das für Europa?

Besonders spannend ist die Frage, welche Folgen ein extrem starker El Niño für Europa hätte. Anders als in Teilen Asiens oder Amerikas wirkt das Klimaphänomen hier nicht unmittelbar, sondern über komplexe Wechselwirkungen in der globalen Atmosphäre. Deshalb sind konkrete Vorhersagen für einzelne Regionen schwierig.

Fest steht aber: Ein außergewöhnlich starker El Niño könnte die ohnehin durch den Klimawandel gestiegene Wahrscheinlichkeit für extreme Wetterlagen weiter erhöhen. Vor allem Hitze ist ein Thema. Die zusätzliche Erwärmung des globalen Klimas könnte dazu beitragen, dass Europa erneut von besonders intensiven Hitzewellen getroffen wird. Längere Trockenperioden und extreme Temperaturen wären insbesondere im Süden und in Teilen Mitteleuropas möglich.

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Gleichzeitig könnte El Niño auch für Überraschungen sorgen. Für Europa bedeutet das Phänomen keineswegs automatisch nur mehr Hitze. Veränderungen der atmosphärischen Strömungen können auch die Wahrscheinlichkeit ungewöhnlicher Kälteperioden erhöhen. Gerade im Winter könnten Teile Mitteleuropas deshalb zeitweise mit deutlich kälteren Wetterlagen konfrontiert werden.

Das macht die langfristige Entwicklung besonders schwer vorhersehbar: Ein starker El Niño kann die Großwetterlagen verschieben, bedeutet aber nicht, dass überall gleichzeitig dasselbe Wetter herrscht. Entscheidend ist, wie sich die atmosphärischen Strömungen über dem Atlantik und Europa entwickeln.

Extreme Wetterlagen rund um den Globus

Die möglichen Folgen wären weltweit erheblich. In Südostasien drohen bei einem starken El Niño schwere Dürren und eine erhöhte Waldbrandgefahr. China könnte dagegen von Starkregen und Überschwemmungen betroffen sein. An der Pazifikküste Südamerikas steigt das Risiko heftiger Niederschläge und großflächiger Überflutungen. In Indien könnte der wichtige Sommermonsun schwächer ausfallen.

Auch die Wahrscheinlichkeit besonders starker Tropenstürme und Taifune kann sich verändern. Gleichzeitig könnten sich die Auswirkungen auf die Landwirtschaft deutlich bemerkbar machen.

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Drohen auch höhere Preise?

Ein extrem starker El Niño wäre deshalb nicht nur ein Wetter-, sondern auch ein Wirtschaftsrisiko. Ernteausfälle in wichtigen Anbauregionen könnten die Preise für Lebensmittel weltweit in die Höhe treiben. Auch Lieferketten und Energieversorgung könnten unter den Folgen extremer Wetterereignisse leiden.

Für Europa bedeutet das: Selbst wenn die direkten Wetterauswirkungen hier vergleichsweise begrenzt bleiben, könnten die Folgen über den globalen Handel spürbar werden. Höhere Lebensmittelpreise, Probleme bei Lieferketten und steigende Kosten infolge von Extremwetter wären mögliche Konsequenzen.

Noch ist allerdings Vorsicht angebracht. Ein "Godzilla-El-Niño" ist keine sichere Prognose, sondern ein mögliches Szenario. Die Entwicklung des Pazifiks wird in den kommenden Monaten genau beobachtet. Sollte sich die außergewöhnliche Erwärmung tatsächlich bestätigen, könnte das Wetterjahr 2027 weltweit und auch in Europa zu einem außergewöhnlichen werden.