Google kündigt eine große Änderung für Millionen E-Mail-Nutzer an. Ab Jänner 2027 wird eine äußerst praktische Funktion bei Gmail gestrichen, von der viele User mit mehreren Mail-Adressen jahrelang profitiert haben.
Auch interessant
Im Zentrum der Umstellung steht die Funktion "Senden als". Sie erlaubte es bisher, E-Mails über die Gmail-Oberfläche so zu verschicken, dass beim Empfänger eine ganz andere Absenderadresse erschien – etwa eine Yahoo-, Hotmail- oder Outlook-Adresse. Genau diese Verknüpfung mit Fremdadressen schaltet Google ab Jänner 2027 komplett aus. Der Konzern begründet den Schritt damit, dass das Feature unverhältnismäßig viele Wartungsressourcen erfordert habe. Wer die Funktion für andere Gmail-Konten oder Google-Workspace-Aliasse nutzt, ist vom Aus nicht betroffen.
Das Aus für "Senden als" ist jedoch nicht die einzige Einschränkung. In der Webversion von Gmail können Nutzer künftig keine Drittanbieter-Konten mehr hinzufügen oder synchronisieren. Zudem stellt Google den Dienst "Gmailify" ein, der Gmail-Funktionen wie den Spam-Schutz auf fremde Postfächer übertragen konnte. Die Abschaltung erfolgt stufenweise: Bereits Ende diesen Jahres werden neue Konfigurationen eingeschränkt, bevor im Jänner 2027 endgültig Schluss ist.
Google warnt User
Der US-Konzern warnt gleichzeitig ausdrücklich vor Inoffiziellen Lösungen. Drittanbieter-Tools oder Browser-Erweiterungen, die als Ersatz für die gestrichenen Funktionen geworben werden, verlangen häufig Vollzugriff auf E-Mail-Zugangsdaten. Das stelle ein enormes Sicherheitsrisiko dar. Als sichere Alternative empfiehlt Google die Nutzung der jeweiligen Original-Websites der Anbieter, klassische Desktop-Programme oder vorerst die mobile Gmail-App auf dem Smartphone.
Nutzer von Drittanbieter-Adressen müssen sich somit spätestens bis Anfang 2027 umorientieren, um den E-Mail-Verkehr reibungslos aufrechtzuerhalten.