Am 11. September

Google Rechenzentrum: Demo in Linz

© fotokerschi
In Kronstorf wird ein 50 Hektar großes Areal bebaut. 100 Arbeitsplätze sollen entstehen.
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In Kronstorf (Bez. Linz-Land) baut der US-Techkonzern Google eines der größten Rechenzentren Europas. Gleichzeitig sind laut Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne) die langfristigen Auswirkungen auf Enns, Grundwasser und regionale Energieversorgung bislang nicht ausreichend geklärt. Mittlerweile 58.000 Menschen fordern deshalb gemeinsam mit der "Bürger:innen Initiative Rechenzentrum Kronstorf" auf der Online-Petitionsplattform mein.aufstehn.at eine transparente Gesamtprüfung aller Risiken.

Transparente Gesamtprüfung gefordert

Bisher hat es schon Demonstrationen beim Areal in Kronstorf gegeben. Nun geht die Zivilgesellschaft am Freitag, 11. September in Linz auf die Straße und fordert Mitsprache bei der Umsetzung des Projekts. Die von der Bürgerinitiative organisierte Demonstration beginnt um 15 Uhr am Landhausplatz 1 und dauert rund zwei Stunden. Zum Auftakt sprechen Christina Gruber (Bürger:inneninitiative Rechenzentrum Kronstorf), Dieter Wallentin (da huat brennt), Lisa Aigelsberger (Südwind OÖ) und  Werner Scholl (Guter Grund).

Achleitner verteidigt Projekt

Der zuständige Landesrat Markus Achleitner (ÖVP) zum Projekt: "Die Netzanschlussmöglichkeiten für beide geplanten Ausbaustufen sind gegeben. Die langfristige maximale Leistung liegt bei 500 MW – nicht bei den teilweise kolportierten 950 MW oder 1 GW." Auch beim Gewässerschutz gibt es laut Achleitner konkrete Vorgaben: Das zurückgeleitete Kühlwasser würde die Enns um weniger als 0,005 Grad erwärmen. Die entstehende Abwärme mit rund 30 °C soll zudem am Standort und für benachbarte Betriebe nutzbar gemacht werden.