Bericht

Konten aufgetaut: Über 2 Millionen für Meischberger-Gläubiger

Meischberger
© APA/GEORG HOCHMUTH/APA-POOL
Nachrichten im Buwog-Skandal: Aus Konten von Walter Meischberger fließen rund 2,1 Millionen Euro an die Gläubiger, allen voran die Republik Österreich.
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Die Gläubigerinnen und Gläubiger des früheren Lobbyisten Walter Meischberger können mit einer Auszahlung rechnen. Nach der Konkursanmeldung beim Landesgericht Korneuburg im Juni 2023 stehen nun insgesamt 2,1 Millionen Euro aus liechtensteinischen Konten bereit, das berichtet DER SDANDARD. Im langjährigen Strafverfahren rund um die Causa Buwog wurde Meischberger zu dreieinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, unter anderem wegen Beihilfe zur Untreue und Geschenkannahme durch Beamte wie den früheren Finanzminister Karl-Heinz Grasser sowie wegen Bestechung und Beweismittelfälschung. Die Republik Österreich forderte die damals geflossene Provision von 9,6 Millionen Euro zurück und bekam diese inklusive Zinsen in Höhe von rund 13 Millionen Euro zugesprochen. Für diese Summe haften Grasser, Meischberger und der frühere Immofinanz-Chef Karl Petrikovics solidarisch.

Freigabe der Konten im Buwog-Verfahren

Insgesamt meldeten Gläubiger im Insolvenzverfahren Meischbergers an die 25 Millionen Euro an, wovon der Masseverwalter rund 13 Millionen Euro anerkannte. Die Republik Österreich ist dabei die größte Gläubigerin. Gleich nach der Konkursanmeldung beantragte Insolvenzverwalter Jakob Wöran die Freigabe der Gelder von fünf Konten bei zwei Banken in Vaduz, darunter vier bei der Liechtensteinischen Landesbank. Darunter befand sich auch das Konto Karin mit der Nummer 105.125, das nach langwierigen Verfahren schlussendlich Meischberger zugerechnet wurde. Der frühere Immobilienmakler Ernst Karl Plech war in der Sache nicht angeklagt, da er nicht verhandlungsfähig war und ist.

Millionen für Gläubiger von Meischberger

Das Fürstliche Landgericht Liechtenstein hat dem Antrag auf Freigabe im Mai stattgegeben, die Verfügungsverbote aufgehoben und die Auszahlung angeordnet. Das Geld ist inzwischen bereits geflossen. Konkret handelt es sich um knapp 1,5 Millionen Euro bei der Landesbank und rund 612.000 Euro bei einer weiteren Bank. Die Summe von 2,1 Millionen Euro soll nun in einer Zwischenverteilung an die Gläubiger ausgeschüttet werden.

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