Es ist ein zartes, nicht sehr fülliges Buch: Das Klimpern der Schlüssel von Literaturkritikerin und Autorin Anne Goscinny. Darin findet sich ein sehr persönlicher Text, der Brief einer Tochter an ihren Vater. Anne war erst neun Jahre alt, als ihr Vater René Goscinny sich von ihr verabschiedete und sie ihn niemals wieder sah. Er starb an einem Herzinfarkt.
Für sie war er ihr geliebter Vater, doch für viele Fans weltweit ein Idol: René Goscinny war der Schöpfer von Comicfiguren wie Asterix oder Lucky Luke. 2016 hat Anne das Institut René-Goscinny gegründet, das "Aktivitäten von allgemeinem Interesse kultureller und pädagogischer Art" entwickeln und unterstützen soll, die mit Goscinnys Werk zusammenhängen.
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Anne Goscinny geht in ihrem Brief an den Vater, der im August 100 Jahre alt geworden wäre, der Trauer um ihn nach, wie es war als Kind ein Elternteil zu verlieren. Der Text ist berührend distanzlos und voller Überlegungen, wie es ist mit dieser enormen Lücke zu leben; als Kind, das doch Kind sein will und als Erwachsene, die doch auch noch gerne von ihrem Vater gesehen worden wäre.