2. Todestag
Vandalismus am Lugner-Grab: Simone trauert still
Eigentlich gilt der Todestag als Moment des Innehaltens an der letzten Ruhestätte. Doch Simone Lugner hat einen schweren Entschluss gefasst und sieht von einem Besuch an Richards Grab mittlerweile ab. Der Grund dafür ist so traurig wie verstörend: Vandalismus und dreiste Grabräuber.
Wie die Witwe gegenüber oe24 offenbart, treiben Unbekannte am Grab der Wiener Society-Ikone ihr Unwesen. "Fast alles, was ich ans Grab bringe, wird entweder gestohlen oder zerstört. Die Leute sind so respektlos und gemein", klagt Simone. Um den Erinnerungsstücken und Blumen die nötige Würde vor den Grabräubern zu bewahren, hat sie diese nun kurzerhand im heimischen Garten aufgestellt: "Da bleiben sie wenigstens."
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Garten-Erinnerung und Sternschnuppen in der Nacht
Den heutigen Gedenktag verbringt Simone daher zurückgezogen in jenem Garten, der für sie und Richard einst eine grüne Oase der Ruhe war. Dort möchte sie im Stillen an die gemeinsamen Zeiten mit dem Baumeister denken. Für die Nacht hat sie sich zudem ein ganz besonderes Natur-Schauspiel vorgenommen: Die Sonnenfinsternis und die anschließenden Perseiden-Sternschnuppen am Nachthimmel. "Danach fallen Sterne vom Himmel in dieser Nacht. Das werde ich mir auch ansehen, und mir etwas wünschen", blickt die Witwe emotional nach vorne.
Erbstreit und Räumungsklage: Der Kampf um die Villa
Die vertraute Umgebung des Gartens bietet Simone Lugner derzeit die dringend benötigte Zuflucht, denn abseits der Trauer tobt hinter den Kulissen ein erbitterter Rechtsstreit. Seit Monaten schwelt der Konflikt zwischen der Witwe und der Lugner Privatstiftung. Die Stiftung hat gegen Simone eine Räumungsklage für die Döblinger Villa eingereicht und fordert obendrein saftige Wohnkosten-Nachzahlungen.
Während die Gegenseite argumentiert, die rechtlichen Voraussetzungen für ein Wohnrecht seien nicht erfüllt, beharrt Simone auf der schriftlichen und mündlichen Zusage ihres verstorbenen Mannes. Der Streit gipfelte bereits in emotionalen Gerichtsverhandlungen vor dem Landesgericht für Zivilrechtssachen in Wien – inklusive scharfer Vorwürfe und gescheiterter Vergleichsverhandlungen.
Doch am heutigen Tag sollen die Akten ruhen. Für Simone Lugner zählt am Todestag ihres Mannes nur eines: Die Erinnerung an ihren Richard, geschützt in den eigenen vier Wänden.