2. Todestag

Vandalismus am Lugner-Grab: Simone trauert still

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Es ist ein Tag, der für Simone Lugner voller Emotionen stecken dürfte. Am heutigen 12. August jährt sich der Todestag ihres Ehemanns, des legendären Baumeisters Richard "Mörtel" Lugner. Überschattet von bitteren Vorfällen durch Grabräuber und Vandalen sucht Simone Trost in der Stille ihres Gartens.
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Eigentlich gilt der Todestag als Moment des Innehaltens an der letzten Ruhestätte. Doch Simone Lugner hat einen schweren Entschluss gefasst und sieht von einem Besuch an Richards Grab mittlerweile ab. Der Grund dafür ist so traurig wie verstörend: Vandalismus und dreiste Grabräuber.

Wie die Witwe gegenüber oe24 offenbart, treiben Unbekannte am Grab der Wiener Society-Ikone ihr Unwesen. "Fast alles, was ich ans Grab bringe, wird entweder gestohlen oder zerstört. Die Leute sind so respektlos und gemein", klagt Simone. Um den Erinnerungsstücken und Blumen die nötige Würde vor den Grabräubern zu bewahren, hat sie diese nun kurzerhand im heimischen Garten aufgestellt: "Da bleiben sie wenigstens."

Garten-Erinnerung und Sternschnuppen in der Nacht

Den heutigen Gedenktag verbringt Simone daher zurückgezogen in jenem Garten, der für sie und Richard einst eine grüne Oase der Ruhe war. Dort möchte sie im Stillen an die gemeinsamen Zeiten mit dem Baumeister denken. Für die Nacht hat sie sich zudem ein ganz besonderes Natur-Schauspiel vorgenommen: Die Sonnenfinsternis und die anschließenden Perseiden-Sternschnuppen am Nachthimmel. "Danach fallen Sterne vom Himmel in dieser Nacht. Das werde ich mir auch ansehen, und mir etwas wünschen", blickt die Witwe emotional nach vorne.

Engelsfigur mit Herz, Blumen und der Gravur: "In memory of a life and heart so deeply loved".
Simone Lugner stellt im Garten Erinnerungsstücke auf © privat

Erbstreit und Räumungsklage: Der Kampf um die Villa

Die vertraute Umgebung des Gartens bietet Simone Lugner derzeit die dringend benötigte Zuflucht, denn abseits der Trauer tobt hinter den Kulissen ein erbitterter Rechtsstreit. Seit Monaten schwelt der Konflikt zwischen der Witwe und der Lugner Privatstiftung. Die Stiftung hat gegen Simone eine Räumungsklage für die Döblinger Villa eingereicht und fordert obendrein saftige Wohnkosten-Nachzahlungen.

Während die Gegenseite argumentiert, die rechtlichen Voraussetzungen für ein Wohnrecht seien nicht erfüllt, beharrt Simone auf der schriftlichen und mündlichen Zusage ihres verstorbenen Mannes. Der Streit gipfelte bereits in emotionalen Gerichtsverhandlungen vor dem Landesgericht für Zivilrechtssachen in Wien – inklusive scharfer Vorwürfe und gescheiterter Vergleichsverhandlungen.

Eine Frau legt eine Kerze an einem bunt geschmückten Grab mit Fotos und Blumen nieder.
HomeStory bei Simone Lugner in der Lugner Villa (Stifung) und Besuch beim Grab von Richard Lugner am Grinzinger Friedhof, Wien, 28.10.2024, - Witwe Simone LUGNER am Grab, Gruft von Richard Lugner, Friedhof © Andreas Tischler / Vienna Press

Doch am heutigen Tag sollen die Akten ruhen. Für Simone Lugner zählt am Todestag ihres Mannes nur eines: Die Erinnerung an ihren Richard, geschützt in den eigenen vier Wänden.

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