Neues Fotoprojekt
Franz Josef Baur: "Abrechnung mit mir selbst"
Mit "The Cult of Perfection" beleuchtet Franz Josef Baur die omnipräsente Frage, warum das Streben nach makelloser Perfektion für so viele Menschen zu einer dauerhaften Belastung geworden ist. In seinen Arbeiten hinterfragt er kritisch, wie der Wunsch nach Anpassung die eigene Persönlichkeit schleichend verdrängt.
Für den Künstler selbst entwickelte sich der Entstehungsprozess zu einer unerwartet tiefen, persönlichen Reise: "Ich war und bin selbst Teil dieses Kults. The Cult of Perfection ist kein Urteil über andere – sondern eine Abrechnung mit mir selbst", gesteht Baur gewohnt reflektiert.
Auch interessant
Internationaler Erfolg
Die emotionale Wucht und gesellschaftliche Relevanz des Themas schlagen auch international hohe Wellen. Das renommierte Dazed Korea Magazine widmete dem Künstler jüngst ein ausführliches Interview, in dem Baur über die Entstehung seines Werks und den menschlichen Körper als Spiegel unserer heutigen Leistungsgesellschaft sprach.
Kern seiner künstlerischen Botschaft ist der Mut zum Unperfekten als Schlüssel zu echter Unabhängigkeit. Baur bringt es auf den Punkt: "Vielleicht ist der radikalste Akt unserer Zeit, nicht perfekt werden zu wollen. Vielleicht besteht die größte Freiheit darin, den Mut zu haben, einfach Mensch zu bleiben."
Ein Plädoyer für die echte Selbstliebe
Am Ende steht Baurs Arbeit nicht nur für Gesellschaftskritik, sondern vor allem für einen Befreiungsschlag. Die Wende hin zur eigenen Akzeptanz ist für ihn der einzig nachhaltige Weg aus dem Perfektionsdruck: "Die radikalste Form der Liebe ist die Selbstliebe. Der schönste Mensch ist nicht der perfekte, sondern der, der den Mut hat, er selbst zu sein."
OE24 TV Live-Stream
OE24 TV Live-Stream
Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden