150 Kräfte
Großbrand bedroht Kamptal
Am Ende stand ein rund acht Hektar großes Areal in Brand, dichter Rauch zog über die Region.
150 Einsatzkräfte im verzweifelten Kampf
Was als kleiner Flurbrand auf einem Feld mit Holzstößen begann, entwickelte sich rasend schnell zu einer Bedrohung, die 20 Feuerwehren mit rund 150 Einsatzkräften auf den Plan rief - darunter ein ganzer Zug des Katastrophenhilfsdienstes. Selbst ein Hubschrauber musste aus der Luft eingreifen, um der Flammenwalze Einhalt zu gebieten. Stunden dauerte der Kampf, ehe der Brand in den Abendstunden endlich unter Kontrolle gebracht werden konnte - Dienstagfrüh liefen die Nachlöscharbeiten noch immer auf Hochtouren, "Brand Aus" konnte weiterhin nicht gegeben werden.
Hochspannungsleitung mitten im Gefahrengebiet
Zusätzliche Brisanz: Durch das betroffene Waldgebiet verläuft eine Hochspannungsleitung. Die EVN schaltete diese vorsichtshalber ab - ein Szenario, das die Dramatik der Lage nur unterstreicht. Die Brandursache blieb vorerst völlig im Dunkeln.
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Ein Land im Dürre-Alarm
Erst am Sonntag konnte nach fünf zermürbenden Tagen der Großbrand im Föhrenwald von St. Egyden am Steinfeld gelöscht werden - mit 100 Hektar einer der verheerendsten Waldbrände der jüngeren niederösterreichischen Geschichte. Und die Gefahr wächst weiter: Der Klimawandeldienst Copernicus schlägt Alarm - der Boden Westeuropas war im Juli trockener als im Dürre-Sommer 2022. Ausgetrocknete Böden verlieren ihre natürliche Kühlkraft, Hitze und Dürre schaukeln sich gegenseitig auf. Ein Teufelskreis, der Niederösterreich offenbar noch lange nicht loslassen wird.
Fazit: Zwischen Flammen, Hochspannung und historischer Dürre kämpft Niederösterreich einen Sommer, der keine Verschnaufpause kennt.