2.700 Jobs

Große Austro-Firma muss stark einsparen

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Der Umsatz ist stark eingebrochen beim Wiener Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom. Jetzt stehen Einsparungen bevor. Die Aktie hat 7 Prozent verloren.
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Der börsennotierte Wiener Mautsystemanbieter Kapsch TrafficCom setzt nach einem heftigen Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2025/26 den Sparstift an.

Das Unternehmen mit 2.700 Mitarbeiter in 25 Ländern will nach eigenen Angaben "umfassende Kosteneinsparungs- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen" ergreifen sowie Teile des Geschäftsportfolios verkaufen. Mit den wichtigsten Gläubigern habe man eine sogenannte Standstillvereinbarung getroffen, um mehr Zeit für eine finanzielle Neuordnung zu bekommen.

Keine Dividende, keine Zinsen

Konkret bedeutet dies, dass Gläubiger (u.a. Banken) vorübergehend auf Forderungen wie Rückzahlungen oder Zinsen verzichten. Diese Vereinbarung gelte bis zum 31. März 2028, teilte Kapsch TrafficCom am Sonntagabend mit. Gleichzeitig verpflichtete sich das Unternehmen, überschüssige liquide Mittel vorzeitig zur Schuldentilgung zu verwenden. Die Dividendenpolitik der Gesellschaft bleibe daher weiter ausgesetzt, hieß es.

Deutlicher Umsatzrückgang

Für Kapsch TrafficCom lief es zuletzt nicht gut. Die Verkaufserlöse im Geschäftsjahr 25/26 sanken gegenüber dem Jahr davor von rund 530 auf 431 Mio. Euro, wie das Unternehmen Mitte Juni bekanntgab. Hauptgrund für den geringeren Umsatz war den Angaben zufolge der Wegfall von zwei Betriebsprojekten in Südafrika und Belarus.

2.700 Mitarbeiter in 25 Ländern

Kapsch TrafficCom beschäftigt nach eigenen Angaben rund 2.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in mehr als 25 Ländern tätig. Das Unternehmen ist im Prime Market der Wiener Börse notiert. Dort sorgten die geplanten Maßnahmen für Unsicherheit: Die Aktie fiel am Montagvormittag um rund 7 Prozent auf 4,90 Euro.