Im Bergwerk

Grubenbahn-Weihnachtsmarkt nach nur drei Stunden ausverkauft

© Instagram/ kerststadvalkenburg
Der unterirdische Weihnachtsmarkt im Besucherbergwerk bei Aalen bricht alle Rekorde und ist nach 180 Minuten komplett vergriffen. Wie Kurzentschlossene doch noch an Restkarten kommen und welche gigantische Alternative in den Niederlanden wartet.
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Ein außergewöhnlicher Weihnachtsmarkt in einem Besucherbergwerk bei Aalen sorgt für einen beispiellosen Ansturm und war binnen kürzester Zeit restlos vergriffen. Für Kurzentschlossene gibt es dennoch Möglichkeiten, das unterirdische Advent-Erlebnis oder eine europäische Alternative zu besuchen.

Riesiger Ansturm auf den Markt im Besucherbergwerk

Während traditionelle Christkindlmärkte meist auf historischen Hauptplätzen, vor Rathäusern oder in Fußgängerzonen stattfinden, setzt ein Veranstalter in Baden-Württemberg auf ein gänzlich anderes Konzept. Im Besucherbergwerk "Tiefer Stollen" in Wasseralfingen bei Aalen werden die Stände tief unter der Erde aufgebaut. Die Anreise zum Glühweinstand erfolgt dabei standesgemäß mit einer echten Grubenbahn, die Gäste direkt durch das Felsmassiv in die unterirdischen Hallen transportiert.

Das Interesse an diesem unterirdischen Adventzauber übertraf in diesem Jahr sämtliche Erwartungen. Das gesamte Kontingent von exakt 8.500 Eintrittskarten war nach dem Start des Vorverkaufs innerhalb von nur drei Stunden vollständig vergriffen. Wer spontan anreisen wollte, stand vor verschlossenen digitalen Schaltern. In den weitläufigen Stollen zwischen massiven Sandsteinwänden präsentieren rund 40 ausgewählte Aussteller ihr Angebot:

  • Hochwertiges traditionelles Kunsthandwerk und festliche Weihnachtsdekoration
  • Regionale Spezialitäten, Delikatessen und kulinarische Schmankerln
  • Winterliche Klassiker wie duftende gebrannte Mandeln und heißer Glühwein
  • Einzigartige Akustik und stimmungsvolle Beleuchtung im Inneren des Berges

Restkarten an der Tageskasse: So klappt der Besuch doch noch

Trotz des rasanten Ausverkaufs müssen Interessierte die Hoffnung auf einen Abstecher in den Stollen nicht vollends aufgeben. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass es vor Ort noch Gelegenheiten für Kurzentschlossene geben kann. Da größere Reise- und Busunternehmen gelegentlich reservierte Kontingente nicht voll ausschöpfen und zurückgeben, empfiehlt sich die direkte Nachfrage an der Kassa. Zudem werden je nach aktueller Auslastung unter Tage situativ weitere Karten freigeschaltet.

Selbst wenn der Einlass in den Stollen verwehrt bleibt, lohnt sich die Fahrt zur Bergwerksanlage. Rund um das Gelände des "Tiefen Stollens" findet zeitgleich ein zweiter, oberirdischer Weihnachtsmarkt statt. Dieser Marktbereich ist vollkommen frei zugänglich und kann ohne vorherigen Ticketkauf oder Eintrittskosten besucht werden.

Öffnungszeiten, Ticketpreise und wichtige Besuchsregeln

Das Event unter Tage ist zeitlich streng limitiert und findet lediglich an vier Tagen statt:

  • Veranstaltungszeitraum: Von Donnerstag, 3. Dezember, bis Sonntag, 6. Dezember.
  • Öffnungszeiten: Donnerstag bis Samstag jeweils von 11 bis 21 Uhr; am Sonntag endet der Markt bereits um 19 Uhr.
  • Eintrittspreise: Erwachsene zahlen inklusive der Fahrt mit der Grubenbahn 10 Euro. Für ältere Kinder und Schüler werden 4 Euro fällig, Kleinkinder erhalten freien Eintritt (benötigen jedoch ein Null-Euro-Ticket).
  • Sicherheitsbestimmungen: Im gesamten Bergwerk herrscht strikte Helmpflicht für alle Besucher.
  • Einschränkungen: Das Gelände unter Tage ist nicht barrierefrei ausgebaut. Haustiere und Hunde dürfen aus Sicherheitsgründen nicht mitgeführt werden.

Die internationale Alternative: Unterirdischer Riesen-Markt in Valkenburg

Wer für den Bergwerksmarkt in Deutschland keine Karten mehr ergattert, findet im niederländischen Valkenburg, unweit der Grenze bei Aachen, ein noch größeres Pendant. Dort öffnet vom 13. November bis zum 30. Dezember der nach eigenen Angaben größte unterirdische Weihnachtsmarkt Europas. Die Budenstadt befindet sich in jahrhundertealten Mergelgängen aus weichem Kalkstein, die durch historischen Steinabbau entstanden sind.

Besonders bekannt ist die berühmte Gemeentegrot am Fuße des Caubergs, die von Hunderten Lichtern illuminiert wird. Erwachsene zahlen montags bis donnerstags 9 Euro Eintritt, am Wochenende (Freitag bis Sonntag) 11 Euro. Tickets im Online-Vorverkauf sind jeweils um einen Euro günstiger. Kinder zahlen einen ermäßigten Tarif von 6,50 Euro, Kleinkinder haben freien Zutritt. Ein entscheidender Unterschied zu Aalen: Die niederländischen Grotten sind barrierefrei für Rollstuhlfahrer zugänglich, Hunde müssen allerdings auch hier draußen bleiben.