Im Mittelmeer

Hai-Gefahr: Diese Urlaubsziele sind betroffen

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Ein Video versetzt Urlauber derzeit in Aufruhr: Taucher haben erstmals einen ausgewachsenen Weißen Hai in seinem natürlichen Lebensraum im Mittelmeer gefilmt. Was bedeutet das für den bevorstehenden Sommerurlaub? Ist das Baden an Europas Traumstränden noch sicher? Wir klären auf.

Taucher haben für eine absolute Sensation gesorgt. Die spektakulären Aufnahmen entstanden in der Straße von Sizilien, einem Meeresgebiet zwischen Italien und Tunesien. Ein Team der Meeresschutzorganisation Healthy Seas war dort in rund 40 Metern Tiefe an einem Schiffswrack im Einsatz, um verlorene Fischernetze zu bergen. Plötzlich tauchte der riesige Raubfisch auf. Haibeobachtungen im Mittelmeer werden seit einigen Jahren immer häufiger. Welche beliebten Urlaubsregionen derzeit besonders betroffen sind, erfahren Sie hier.

Hai-Gefahr: Diese Regionen gelten als Hotspots

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Auch wenn die Begegnung mit einem Weißen Hai eine absolute Ausnahme darstellt, gibt es im Mittelmeer durchaus Regionen, in denen Haie häufiger gesichtet werden. Generell gilt: Haie können vor allem vor Hochseeinseln vorkommen, an denen das Meer in Küstennähe sehr schnell sehr tief abfällt. Besonders betroffen sind:

  • Die Balearen (Mallorca und Menorca): Hier und an den spanischen Küstenregionen um Valencia und Alicante verzeichnen Behörden regelmäßige Sichtungen. Oftmals handelt es sich dabei jedoch um Blauhaie, die sich in Küstennähe verirren.
  • Sizilien, Malta und Kreta: Die tiefen Gewässer und der Artenreichtum rund um diese Inseln gehören zum natürlichen Jagdrevier und Lebensraum verschiedener Haiarten.

Darum tauchen Haie zunehmend in Küstennähe auf?

Dass sich Haie hin und wieder in flachere Gewässer nahe besiedelter Strände vorwagen, hat ernste ökologische Hintergründe. Meeresbiologen nennen vor allem zwei Hauptursachen: steigende Meerestemperaturen und sinkende Fischbestände.

Durch die jahrelange Überfischung im Mittelmeer werden die natürlichen Beutefische der Haie immer rarer. Wo die Beute fehlt, weichen die Raubfische notgedrungen auf neue Jagdgründe aus. Zudem stellen von Fischern zurückgelassene Netze eine enorme Bedrohung dar. Wissenschaftler wiesen darauf hin, dass die bisherigen Erkenntnisse über den Weißen Hai im Mittelmeer meist nur von toten Exemplaren stammten, die als Beifang qualvoll in eben solchen Netzen verendeten.

Ist der Badeurlaub in Gefahr?

Trotz der großen medialen Aufmerksamkeit, die solche seltenen Videos auslösen, bleibt das tatsächliche Risiko für Badegäste gering. Experten warnen vor unnötiger Panikmache: Die Wahrscheinlichkeit, im Meer von einem Hai attackiert zu werden, liegt bei etwa 1 zu 4 Millionen.

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Vielmehr ist die Situation genau umgekehrt: Die Mittelmeerpopulation des Weißen Hais gilt als stark gefährdet und steht am Rande des Aussterbens. Das Überleben ist jedoch essenziell für das ökologische Gleichgewicht unserer Meere.

Was tun bei einer Hai-Sichtung?

Sollte es beim Schwimmen, Surfen oder Schnorcheln doch einmal zu einer unerwarteten Begegnung kommen, raten Experten zu eiserner Ruhe:

Nicht in Panik geraten: Wildes Umherschlagen und unkontrolliertes Planschen weckt den Jagdinstinkt der Tiere.

Blickkontakt halten: Den Hai im Auge behalten und sich mit dem Körper zu ihm drehen.

Langsamer Rückzug: Mit ruhigen Schwimmbewegungen den geordneten Rückzug aus dem Wasser antreten.