NÖ-Pfarren radeln
Halleluja auf zwei Rädern!
Am 20. September heißt es in Niederösterreichs Pfarren nicht „Auto starten", sondern „Kette aufs Ritzel" – denn die Diözesansportgemeinschaft St. Pölten ruft zur himmlisch-sportlichen Aktion „Wir radeln in die Kirche" auf. Wer sonst brav mit dem Auto zur Messe kurvt, soll heuer lieber in die Pedale treten, den Scooter zücken oder gleich zu Fuß gehen.
Der Herr sei mit dir – und dein Fahrrad auch
DSG-Vorsitzender Sepp Eppensteiner macht dabei keinen Druck – „wenn es möglich ist", heißt es diplomatisch, schließlich soll niemand mit letzter Kraft und Helm schief auf dem Kopf zum Altar hechten. Die Botschaft ist trotzdem klar: Bewegung und Umweltschutz sollen an einem Sonntag Hand in Hand – oder besser: Pedal in Pedal – gehen. Passenderweise fällt der Aktionstag mitten in die weltweite Schöpfungszeit, in der die Kirche generell zu mehr Umweltbewusstsein aufruft.
Kein Verzicht, sondern Kirchen-Kilometer mit Kick
Und keine Sorge, Sünde ist hier keine im Spiel: Es gehe nicht um Askese, sondern um waschechte Lebensfreude, betonen die niederösterreichischen Kirchensportler. Wer Kurzstrecken zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegt, tut sich selbst, dem eigenen Körper und dem Klima etwas Gutes – frommer geht's kaum.
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Sternfahrt zum Altar samt Fahrradsegnung
Viele Pfarren machen aus dem sonntäglichen Kirchgang gleich ein kleines Volksfest: Fahrrad-Sternfahrten führen die Gläubigen gemeinsam zur Kirche, wo im Anschluss sogar die Drahtesel gesegnet werden. Wer's danach gemütlich angehen lassen will, schnuppert beim Pfarrcafé mit regionalen Schmankerln – Seele und Wadln gleichermaßen gestärkt.
Respekt fürs Rad, Respekt für die Schöpfung
„Sport vermittelt Fairness und Respekt. Diesen Respekt sollten wir auch unserer Umwelt entgegenbringen", so Eppensteiner weise. Sein Tipp fürs radelnde Kirchenvolk: Handy weglegen, Augen öffnen und die Schönheit der Schöpfung bewusst genießen – Multitasking zwischen Lenker und Liturgie ist schließlich nicht jedermanns Sache.
Die Diözesansportgemeinschaft freut sich jedenfalls über jede Pfarre, jede Familie und jeden Solo-Radler, der mitmacht – Fotos der frommen Radtouren inklusive. Eine „bewegte Kirche" eben, im wahrsten Sinne des Wortes.