"Buberlpartie"

HARTLIEB: Crash am Kutschkermarkt

© Ulrik Hölzel
Autorin und Buchhändlerin Petra Hartlieb hat einen neuen Krimi veröffentlicht.
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Diese Woche ist der neue Roman von Buchhändlerin und Autorin Petra Hartlieb erschienen. Wie schon in Freunderlwirtschaft, dem ersten Band der Reihe um die nunmehrige Chefinspektorin Alma Oberkofler, der mit dem Leo-Perutz-Preis ausgezeichnet wurde, dreht sich auch in Buberlpartie alles um die Abgründe der österreichischen Politik: Antisemitismus, Rassismus, Faschismus - hier wird an Grauslichkeiten nichts ausgelassen.

Ermittlerin live am Tatort

Diesmal lässt es Hartlieb in der Nachbarschaft ihrer Buchhandlung, die sich auf der Währingerstraße befindet, krachen: Am Kutschkermarkt, wo die Bobos den Hafer-Cappuccino neben Edel-Käseständen schlürfen, rast ein Mann in ein beliebtes Lokal, es kommt zu einer verheerenden Explosion, bei der einige Menschen sterben. Darunter der Fahrer selber, Albert Schotterer, bekannter Rechtsradikaler, Amon Cohen, der jüdische Besitzer des Lokals, Investigativjournalist Sebastian Schmuck sowie ein Unbekannter.

Buberlpartie © Dumont

Verkettungen

Chefinspektorin Oberkofler ist privat vor Ort, doch das macht die folgende Arbeit nicht leichter; der Fall gibt viele Rätsel auf: Ist hier ein Anschlag begangen worden oder ist eine Verkettung von Zufällen passiert? Bald dringt das Team tief in das System Buberlpartie ein ...

Viele Figuren, viele Fährten

Hartlieb hat mit Oberkofler und Co. zahlreiche, aber überzeugende Figuren erdacht, das Milieu ist authentisch, es ist gut vorstellbar, dass unser Land so funktioniert, wie die Seilschaften beschrieben werden.

Bei der Buberlpartie ist viel los, Fährten führen hierhin und dahin, und alle Elemente, die ein Krimi braucht, finden sich, doch die rasant gestartete Handlung wird zwischendurch stark abgebremst (was gewisse Gründe hat). Der Schauderfaktor indes ist hoch, weil doch die rechte Heimatpartei als baldiger Regierungspartner gehandelt wird.

Fortsetzung

Dass Nachschub dieser Reihe kommen wird, ist anzunehmen und wünschenswert. Dann wird sich hoffentlich auch auflösen, was einst mit Oberkoflers Schwester geschah ...