XXL-Länderspielpause

Herzog-Klartext: "Mir war das zu viel"

© GEPA pictures/ Kevin Hackner
Die neue Regelung sei "nicht das Gelbe vom Ei"
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Andreas Herzog kann sich mit dem neuen Terminplan der Nationalteams nicht anfreunden. Statt die Länderspiele wie bisher auf zwei getrennte Zeiträume im September und Oktober aufzuteilen, wurden diesmal vier Begegnungen innerhalb von zweieinhalb Wochen ausgetragen. Der frühere ÖFB-Teamspieler sieht diese Änderung kritisch.

"Vier Spiele in zweieinhalb Wochen sind mir zu viel", stellte Herzog in der Sendung "HERZERL mit JANKO" mit Marc Janko klar. Für ihn sollte ein Länderspiel einen besonderen Stellenwert behalten. "Ich bin der Meinung, dass ein Länderspiel immer etwas Besonderes sein muss", betonte der 58-Jährige.

Durch die Zusammenlegung der beiden Länderspielfenster sei diese Besonderheit aus seiner Sicht weniger spürbar. Auch die Vorfreude auf die einzelnen Begegnungen könne darunter leiden, wenn die nächste Partie schon kurz nach der vorherigen ansteht. Herzog fand dafür deutliche Worte: "Mir war das ehrlich gesagt zu viel."

Nicht das Gelbe vom Ei

Seine Bedenken betreffen allerdings nicht nur die Nationalteams. Auch für die Vereine bringt die längere Unterbrechung des Ligabetriebs Herausforderungen mit sich. Die Klubtrainer müssen ihre Nationalspieler über einen längeren Zeitraum abstellen und können in dieser Phase kaum mit dem gesamten Kader arbeiten.

Entsprechend kritisch fällt Herzogs Gesamturteil aus. Die neue Regelung sei "nicht das Gelbe vom Ei", erklärte er. Damit spricht sich der ehemalige österreichische Teamspieler gegen die gebündelte Austragung der Länderspiele aus. Aus seiner Sicht sollte der internationale Fußballkalender so gestaltet sein, dass die einzelnen Partien ihren besonderen Charakter behalten.