Urlauber in Sorge

HIER breitet sich der giftige Kugelfisch weiter aus

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Die Urlaubssaison auf Kreta läuft auf Hochtouren, doch im Meer breitet sich der giftige Hasenkopf-Kugelfisch aus. Badegäste zeigen sich angesichts gemeldeter Zwischenfälle besorgt.
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Die durchschnittliche Wassertemperatur vor Kreta beträgt im Juli und August zwischen 23 und 27 Grad. Neben Schwimmen und Wandern lockt die Insel viele Urlauber an. Allerdings sorgt das Auftauchen des invasiven Hasenkopf-Kugelfisches (Lagocephalus sceleratus) für Aufsehen. Das Griechische Rote Kreuz hat Mitte Juni 2026 offizielle Erste-Hilfe-Empfehlungen veröffentlicht, da die Fischart zunehmend in flachen Gewässern bekannter Urlaubsregionen gesichtet wird. Über den Suezkanal gelangte das Tier aus dem Indopazifik ins Mittelmeer und wurde 2005 erstmals vor Kreta und den Dodekanes-Inseln nachgewiesen. Seither macht die Art auch der Fischerei zu schaffen, weil ihre kräftigen Kiefer Netze und Ausrüstung beschädigen.

Große Fische im seichten Wasser

Anfang Juni 2026 wurden am Strand von Ammoudara nahe der Hauptstadt Heraklion 10 Exemplare gefangen. Die Tiere wogen jeweils rund elf Kilogramm und befanden sich in nur 1,5 bis 2 Metern Wassertiefe. Der Vorsitzende des lokalen Berufsfischerverbandes sieht darin ernsthafte Sicherheitsfragen für Schwimmende. Auch Urlauber aus Österreich, die den Sommer in Griechenland verbringen, sollten die Warnungen beachten.

Gift im Fisch und kräftige Bisse

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Kugelfische enthalten das hochwirksame Nervengift Tetrodotoxin. Ein Verzehr löst Missempfindungen im Gesicht sowie an Armen und Beinen aus, gefolgt von Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. In schweren Fällen kann eine tödliche Atemlähmung eintreten. Während der Fisch in Japan als Fugu von lizenzierten Köchen zubereitet wird, sind Fang und Verkauf in Griechenland, der Türkei und Zypern strikt verboten. Ein Biss des Tieres ist zwar nicht giftig, kann aber durch die schnabelartigen Kiefer schwere Wunden verursachen. Die Berichte über die Aggressivität variieren: Während manche Medien von Angriffen in flachem Wasser berichten – etwa bei einer älteren Frau im Juni 2026, deren Wunde im Krankenhaus genäht werden musste –, bezeichnet der Meeresbiologe Chariton Sarl Chintiroglou gezielte Attacken als Mythos. Die Wahrscheinlichkeit eines Bisses liege bei eins zu 3 Millionen.

Erste Hilfe nach einem Fischbiss

Sollte es dennoch zu einem Biss kommen, rät das Griechische Rote Kreuz zu folgenden Schritten:

  • Die Wunde sofort gründlich mit reichlich sauberem, fließendem Wasser und Seife reinigen. Keine Desinfektionsmittel ohne ärztliche Rücksprache nutzen.
  • Die Blutung mit einem festen Druckverband aus sauberer Gaze oder einem Tuch stillen. Bei starker Blutung das betroffene Körperteil hochlagern. In jedem Fall eine ärztliche Abklärung suchen, um Tetanusprophylaxe oder eventuelle Nähte durchzuführen.
  • Bei schweren Verletzungen oder an abgelegenen Orten sofort den Rettungsdienst (166) oder den Notruf (112) wählen.

Also Fazit: Auch wenn das Zusammentreffen beim Schwimmen mit dem Kugelfisch recht unwahrscheinlich ist, sollte trotzdem wegen der schweren Erkennbarkeit des Tieres Vorsicht geboten werden.