Achtung!
Hier können Sie die Sonnenfinsternis in Wien NICHT sehen
Am Mittwoch, 12. August 2026, erwartet Wien ein seltenes Himmelsschauspiel: Rund 89 Prozent der Sonnenscheibe werden beim Maximum vom Mond bedeckt. Die partielle Sonnenfinsternis beginnt in Wien gegen 19:22 Uhr, ihr Maximum wird gegen 20:13 Uhr erreicht und nur etwa eine Minute später geht die Sonne unter. Genau darin liegt das Problem: Die Finsternis findet nicht hoch am Himmel statt, sondern direkt über dem Horizont. Deshalb ist in Wien nicht jeder Standort geeignet.
In der Innenstadt wird es schwierig
Wer die Sonnenfinsternis beispielsweise zwischen hohen Häusern, in engen Straßen oder von einem Innenhof aus beobachten möchte, hat schlechte Karten. Die Sonne steht zum Höhepunkt bereits extrem tief im Westen. Gebäude können sie deshalb schon lange vor dem eigentlichen Sonnenuntergang verdecken. Auch Plätze, die zwar einen schönen Blick über die Stadt bieten, aber keinen freien Horizont Richtung Westen haben, sind nicht automatisch geeignet. Das Planetarium Wien weist ausdrücklich darauf hin, dass für die Beobachtung eine möglichst freie Sicht zum Westhorizont entscheidend ist.
Warum auch Hügel nicht automatisch die Lösung sind
Ein höher gelegener Standort kann grundsätzlich helfen, aber auch hier kommt es auf die konkrete Aussicht an. Steht beispielsweise ein höherer Hügel oder eine Baumreihe genau im Westen, kann die Sonne trotzdem frühzeitig verschwinden. Das bedeutet: Nicht möglichst hoch, sondern möglichst frei lautet die Devise. Besonders ungünstig sind daher Standorte, an denen die westliche Sicht durch Gebäude, Bäume oder Geländeerhebungen eingeschränkt ist.
Auch an der Neuen Donau ist früher Schluss
Selbst bei einer offiziellen Beobachtungsveranstaltung an der Neuen Donau wird die Finsternis laut Planetarium Wien nur bis etwa 19:50 Uhr direkt beobachtbar sein. Danach verschwindet die Sonne dort hinter den Wienerwaldhügeln, obwohl die eigentliche maximale Verfinsterung erst gegen 20:13 Uhr erreicht wird.
Wo sollten Sie lieber nicht stehen?
- in engen Straßen in der Innenstadt
- Innenhöfe und von Gebäuden umschlossene Plätze
- Standorte mit hohen Häusern im Westen
- Wiesen oder Parks mit dichtem Baumbestand Richtung Westen
- tiefer gelegene Plätze, von denen aus der Horizont nicht frei ist
- Orte, an denen die Sonne bereits vor dem Maximum hinter einem Hügel verschwindet
Wer hingegen einen freien westlichen Horizont hat, kann die Finsternis deutlich länger verfolgen.
Und ganz wichtig: Augenschutz
Auch wenn die Sonne bereits tief steht und fast vollständig vom Mond bedeckt wird, darf sie nicht mit freiem Auge betrachtet werden. Eine normale Sonnenbrille reicht nicht aus. Für die direkte Beobachtung benötigen Sie eine geeignete Sonnenfinsternisbrille beziehungsweise einen geprüften Sonnenfilter.