Zwar wird die totale Verfinsterung hierzulande nicht zu sehen sein, dennoch erlebt Österreich die stärkste partielle Sonnenfinsternis seit 1999. Und direkt danach geht das Spektakel am Himmel weiter: Der Höhepunkt des berühmten Sternschnuppenstroms der Perseiden steht bevor.
Mond verdeckt fast die gesamte Sonne
Die totale Sonnenfinsternis zieht sich über eine außergewöhnliche Route – von der Nordküste Sibiriens über den Arktischen Ozean bis nach Grönland, Island und weiter bis nach Spanien. Auf Mallorca endet das Schauspiel knapp vor Sonnenuntergang mit einer totalen Finsternis.
In Österreich wird der Mond am Abend des 12. August bis zu rund 90 Prozent der Sonnenscheibe bedecken. Eine stärkere Verfinsterung gab es zuletzt bei der legendären totalen Sonnenfinsternis am 11. August 1999. In Wien beginnt die partielle Finsternis um 19.22 Uhr. Ihren Höhepunkt erreicht sie kurz vor Sonnenuntergang gegen 20.14 Uhr. Die besten Bedingungen gibt es in Vorarlberg, wo die Sonne erst um 20.39 Uhr untergeht.
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Achtung: Niemals ohne Spezialbrille beobachten
Wer das Ereignis beobachten möchte, braucht unbedingt eine geprüfte Finsternisbrille. Ein direkter Blick in die Sonne kann schwere Augenschäden verursachen – auch Sonnenbrillen, CDs oder andere Hausmittel bieten keinen Schutz. Experten empfehlen einen Standort mit möglichst freier Sicht Richtung Westen. Besonders geeignet sind offene Flächen ohne Bäume oder Gebäude, die den Blick auf den Sonnenuntergang verdecken.
Nach der Sonne kommen die Sternschnuppen
Nach der Sonnenfinsternis wartet bereits das nächste Highlight: Der Höhepunkt des Meteorstroms der Perseiden fällt ebenfalls in diese Nacht. Bei guten Wetterbedingungen können zahlreiche Sternschnuppen am Himmel beobachtet werden.
In ganz Österreich gibt es deshalb zahlreiche Veranstaltungen. Astronomie-Vereine, Sternwarten und Veranstalter laden zu gemeinsamen Beobachtungen ein – teilweise mit Teleskopen, Vorträgen und speziellen Programmen.
Von Wien bis Vorarlberg: Hier kann man zuschauen
In Wien organisiert die Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie gemeinsam mit dem Österreichischen Astronomischen Verein eine Beobachtung auf der Sophienalpe. Auch die Dachterrasse der Urania bietet ab 19.00 Uhr die Möglichkeit, das Ereignis mit speziellen Solar Viewern zu verfolgen.
In der Steiermark lädt der Steirische Astronomen Verein nach Kitzeck im Sausal ein. Dort bleibt man nach der Sonnenfinsternis gleich für die Perseiden-Nacht.
Auch am Attersee gibt es ein besonderes Angebot: Die Sternwarte Gahberg veranstaltet gemeinsam mit der Attersee-Schifffahrt sogenannte Sternschnuppenfahrten.
Weitere Beobachtungsmöglichkeiten gibt es unter anderem in Salzburg, Graz, Kärnten und Niederösterreich – etwa bei Sternwarten in Martinsberg, Michelbach oder Traiskirchen.
ESA zeigt totale Finsternis im Livestream
Wer keinen freien Blick zum Himmel bekommt, kann das Ereignis auch online verfolgen. Die Europäische Weltraumorganisation ESA überträgt die totale Sonnenfinsternis live aus Spanien. Der Livestream ist über ESA Web TV und den YouTube-Kanal der Organisation abrufbar.
Für Astronomie-Fans steht damit ein ganz besonderer Abend bevor: Erst verschwindet ein Teil der Sonne hinter dem Mond – danach verwandelt sich der Himmel in eine Bühne für tausende Sternschnuppen.