Großeinsatz
Hitze: 19 Schüler aus Österreich in Lignano kollabiert
Wie italienische Agenturen berichten, kam es am Montag am Nachmittag in Lignano Sabbiadoro zum Großeinsatz für die Rettung: Ein Krankenwagen aus Lignano, einer aus Latisana und ein Notarztwagen wurden zusammen mit acht Sanitätern zum Strand geschickt, weil dort eine Gruppe junger Österreicher kollabiert war.
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Wo waren die Lehrer der Jugendlichen?
Die Jugendlichen im Alter von 15 und 16 Jahren gehörten zu einer Gruppe, die am selben Tag in dem Badeort angekommen war - derzeit befinden sich mehrere Schulklassen aus Österreich auf Projektwoche in Lignano. Wie sich herausstellte, waren die Mädchen und Buben erst am Vormittag angekommen und alles sofort ans Meer gerauscht - dort verbrachten sie dann mehrere Stunden ohne ausreichenden Sonnenschutz (sich mit dem Handy in der Hand ausreichend einzuschmieren, ist offenbar nicht so einfach), außerdem nahmen sie zu wenig Flüssigkeit zu sich, was bei Temperaturen bis zu 35 Grad jedoch lebensnotwendig ist. Angeblich stand auch Sport am Programm.
Beim Eintreffen der Rettungskräfte zeigten 19 Jugendliche deutliche Symptome eines Hitzschlags. Neun von ihnen wurden aufgrund ihrer stark erhöhten Körpertemperatur zur Beobachtung und Flüssigkeitszufuhr in die Erste-Hilfe-Station von Sabbiadoro gebracht. Der Zustand der übrigen zehn hatte sich so schnell gebessert, dass sie in ihre Unterkunft zurückkehren konnten und den Rest der Projektwoche vernünftiger - mit weniger Smartphone, mehr Sonnencreme und Wasser und ausreichend Schattenzeiten - verbringen. Wo die Lehrer waren und warum es trotz ihrer Aufsichtspflicht zu einem derartigen Szenario kommen konnte, ist noch zu hinterfragen.