Sommerbilanz

"Hitze zu stark": Heuer kein neuer Bäder-Rekord

© APA/GEORG HOCHMUTH
Rund zwei Millionen Besuche verzeichneten Wiens Sommer- und Familienbäder bis Sonntag. Trotz außergewöhnlich hoher Temperaturen bleibt die Saison aber deutlich von früheren Besucherrekorden entfernt.
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Rekordtemperaturen, extreme Hitze und mehr als zwei Millionen Besuche. Für einen neuen Bäder-Rekord reicht es trotzdem nicht. Mit den aktualisierten Zahlen haben die städtischen Sommer- und Familienbäder nun die Zwei-Millionen-Marke geknackt. Insgesamt wurden 2.000.205 Besuche gezählt.

Davon entfallen 1.766.730 auf die klassischen Sommerbäder. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht das einem Plus von rund 15 Prozent. Die Familienbäder kommen auf weitere 233.475 Besuche.

Unangefochten an der Spitze liegt das Gänsehäufel mit 351.650 Besuchen. Dahinter folgen das Kongressbad mit 164.119 und das Strandbad Alte Donau mit 140.948.

Rekord bleibt außer Reichweite

So stark die Bilanz ausfällt, an die größten Bäder-Sommer vergangener Jahrzehnte kommt die heurige Saison nicht heran. 2015 wurden 3,23 Millionen Besuche gezählt, 2003 waren es 3,13 Millionen.

Ein direkter Vergleich ist allerdings nur eingeschränkt möglich. Seit 2022 werden die Eintritte elektronisch erfasst. Dauerkartenbesitzer, die ein Bad mehrmals am selben Tag besuchen, werden nur noch einmal gezählt.

"Ein Rekord wäre es dennoch nicht gewesen", sagt Bäder-Sprecher Martin Kotinsky gegenüber oe24. Zur besseren Einordnung zieht die MA 44 deshalb auch die Einnahmen heran. Werden jene der Rekordsaison 2015 auf das heutige Niveau hochgerechnet, liegt die heurige Saison laut Kotinsky noch rund 20 Prozent zurück. Insgesamt wäre es dennoch ein Top-10-Ergebnis auf Platz acht oder neun.

Hitze wurde selbst zum Hemmschuh

Dabei begann der Sommer stark. Während der ersten Hitzeperiode im Juni wurden 711.789 Besuche gezählt. Im Juli drückte das weniger badetaugliche Wetter die Monatsbilanz auf 429.660. Im August stiegen die Zahlen wieder auf 553.947, hielten laut Kotinsky mit der zweiten Hitzeperiode aber nicht mehr Schritt.

"Vielleicht war die Hitze dann schon zu lange oder zu stark", mutmaßt Kotinsky. Auffällig war zudem der deutliche Rückgang nach dem Feiertag am 15. August. Seither kamen laut dem Bäder-Sprecher nur noch vergleichsweise wenige Gäste.