ÖHV-Gegenvorschlag

Höhere Ortstaxe: Hoteliers laufen Sturm

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Die Österreichische Hotelvereinigung (ÖHV) hat die Erhöhung der Wiener Ortstaxe mit 1. Juli 2026 von 3,2 auf 5 Prozent erneut scharf kritisiert.
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Die dafür notwendige Anhebung der Zimmerpreise sei "derzeit nicht drin", erklärte ÖHV-Vizepräsident Alexander Ipp am Dienstag laut Aussendung. Wien wirft er vor, mit "diesem schmerzhaften Griff in die Kassen einer Branche die Löcher in der Stadtkasse" stopfen zu wollen. Zur Budgetsanierung müssten auch andere Branchen beitragen.

Statt die Ortstaxe in der Bundeshauptstadt zu erhöhen, "wäre es fair, wenn auch andere Branchen einen prozentuellen Anteil zur Sanierung der maroden Gemeindefinanzen abliefern, nach Unternehmensgröße gestaffelt und zeitlich befristet", fordert Ipp. "Dass 444 Wiener Hotels 80 Mio. aufbringen sollen und 125.000 andere Wiener Unternehmen keinen Cent, ist nicht einzusehen."

Ursprünglich sollte ab 1. Dezember 2025 ein Satz von 8,5 Prozent gelten. Nach Protesten aus der Branche einigte man sich im vergangenen September auf eine Verschiebung und schrittweise Anpassung. Ein Jahr nach der Erhöhung auf 5 Prozent klettert die Ortstaxe dann auf 8 Prozent.

VP kritisiert Ablehnung ihrer Anträge

Für die Wiener ÖVP ist die Erhöhung der Ortstaxe ein weiterer Schritt in einer Serie von Belastungen für eine Branche, die für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Wien von zentraler Bedeutung ist. Die Wiener Hotellerie verzeichne zwar Rekordnächtigungen, die wirtschaftliche Situation vieler Betriebe bleibe jedoch angespannt. Die Gewinnmargen sind gering, während die Kosten in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sind.

"Besonders unverständlich ist, dass SPÖ und Neos unsere, in Abstimmung mit der österreichischen Hotelvereinigung erarbeiteten, Vorschläge abgelehnt haben. Wir haben keine weitere Erhöhung von 5 auf 8 Prozent, eine verpflichtende Zweckwidmung der Einnahmen sowie eine gesonderte Ausweisung der Ortstaxe gefordert. Alle drei Maßnahmen hätten für mehr Fairness, Transparenz und Planbarkeit gesorgt", kritisiert Tourismussprecherin Kasia Greco.