Hohe Geldstrafen
Hunderte Sonnenschirme und Liegen an Italien-Stränden beschlagnahmt
An Italiens Stränden sorgt das Reservieren von Plätzen längst nicht mehr nur für Ärger in Hotels. Auch an öffentlichen Stränden stellen Urlauber ihre Sonnenschirme, Liegen oder andere Gegenstände ab, um sich einen Platz für den nächsten Tag zu sichern.
Genau dagegen gehen die Behörden jetzt vor. Im Rahmen der Sommeraktion "Mare e Laghi Sicuri 2026" kontrollieren Küstenwache und andere Einsatzkräfte die Strände entlang der italienischen Küste sowie an mehreren Seen.
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Anfang August traf es Urlauber in Marina di Peschici in Apulien besonders hart: Die Küstenwache beschlagnahmte dort 180 illegal aufgestellte Sonnenschirme, dazu Dutzende Liegen, mehr als 200 Heringe und sogar ein Campingzelt. Damit wurden nach Angaben der Behörden mehr als 5.000 Quadratmeter öffentlicher Strand wieder für die Allgemeinheit zugänglich gemacht.
Auch auf Sardinien wird durchgegriffen
Peschici ist dabei kein Einzelfall. Auch auf Sardinien, unter anderem in der Gegend von Porto Cervo, wurden illegal aufgestellte Sonnenschirme und Liegen entfernt.
Dort konnten laut Küstenwache rund 350 Quadratmeter öffentlicher Strand zurückgewonnen werden. Gleichzeitig wurden bereits Geldstrafen von insgesamt mehr als 28.000 Euro verhängt.
Die Behörden wollen damit verhindern, dass öffentliche Strandabschnitte durch privat abgestellte Gegenstände blockiert werden.
5-Meter-Regel kann teuer werden
Besonders wichtig ist die sogenannte Fünf-Meter-Regel: Ein fünf Meter breiter Bereich entlang der Wasserlinie muss an den Stränden frei bleiben. Dort dürfen weder Sonnenschirme noch Liegen, Spielzeug oder andere Gegenstände stehen. In Torre del Greco wurden Verstöße bereits mit jeweils 1.032 Euro Bußgeld geahndet.
Die Kontrollen sollen während der gesamten Sommersaison weitergehen. Wer seinen Sonnenschirm also einfach über Nacht am Strand stehen lässt, riskiert, dass er am nächsten Morgen nicht mehr dort steht – und zusätzlich eine saftige Strafe droht.