Bis Juni 2028 fertig

Im Mostviertel: Schutz vor Hochwasser um 4,5 Millionen Euro

© Anna Schuecker
Im Herbst steigt wieder die Gefahr vor Schäden durch Starkregen und Hochwasser. Vor diesem Hintergrund startet dieser Tage ein Millionenprojekt, um das Mostviertel besser zu schützen.
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Mit dem dritten Bauabschnitt in St. Leonhard am Forst (Bezirk Melk) kurbelt Niederösterreich den Hochwasserschutz im Mostviertel weiter an. Konkret entstehen hier neue Schutzanlagen, um Wohnhäuser sowie Betriebe und landwirtschaftliche Höfe vor einem möglichen 100-jährlichen Hochwasser zu schützen. Ziel ist es, die Region widerstandsfähiger gegen Wetterextreme zu machen, die in den vergangenen Jahren immer häufiger Sorge bereitet haben.

Das Projekt umfasst den Bau von Umschließungsdämmen, Schutzmauern und modernen Entwässerungssystemen. Die Anlagen werden möglichst nahe an potenziellen Gefahrenbereichen errichtet, damit wertvoller Retentionsraum für Hochwasser erhalten bleibt. Die Schutzanlagen erreichen im Durchschnitt eine Höhe von 1,2 Metern und erstrecken sich über eine Länge von 1,7 Kilometern. Die Fertigstellung ist für Juni 2028 vorgesehen. Insgesamt werden 4,5 Millionen Euro investiert. Bund und Land Niederösterreich steuern jeweils rund 1,8 Millionen Euro bei, die Marktgemeinde St. Leonhard am Forst beteiligt sich mit 900.000 Euro.

Stimmen zum Hochwasserschutz

"Gemeinsam mit den beiden anderen, teilweise schon fertiggestellten, Bauabschnitten, können damit künftig Schäden in der Höhe von 26 Millionen Euro verhindert werden. Im ganzen Land haben die Schutzbauten bei den letzten Hochwässern wesentlich höhere Schäden verhindert, deswegen investieren wir aus Liebe zum Land auch weiterhin massiv in den Hochwasserschutz und rüsten unsere Heimat vor zukünftigen Katastrophen", betont Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) beim Spatenstich in St. Leonhard am Forst.

"Für mich als Bürgermeister hat die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger oberste Priorität. Mit diesem weiteren Bauabschnitt setzen wir einen wichtigen Schritt, um unsere Bevölkerung, unsere Betriebe und landwirtschaftlichen Anwesen langfristig vor Hochwasser zu schützen. Es ist eine Investition in die Sicherheit und Zukunft unserer Gemeinde", freute sich Bürgermeister Hans-Jürgen Resel (ÖPV), der ebenfalls vor Ort war.

"Der Klimawandel verändert die Niederschlagsmuster und führt zunehmend zu intensiveren Starkregenereignissen. Umso wichtiger ist es, unsere Lebensräume vorausschauend vor Hochwasser zu schützen. Deshalb investieren wir österreichweit konsequent in wirksame Hochwasserschutzmaßnahmen und ökologische Verbesserungen, die den Menschen mehr Sicherheit bieten und gleichzeitig unsere natürlichen Lebensgrundlagen stärken. Denn jeder Euro, den wir heute in den Hochwasserschutz investieren, ist eine Investition in die Sicherheit der Bevölkerung, den Erhalt unserer Umwelt und die Zukunft unserer Regionen", richtete Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) anlässlich des Spatenstichs seine Grüße aus.