Energie

Immobilienrendite AG baut Sonnenstrom für Mieter aus

© Immobilienrendite AG
Mit Photovoltaik auf Gewerbedächern setzt die Immobilienrendite AG auf regionale Energieversorgung. Eine eigene Stromgesellschaft soll Mieter und Anrainer mit Sonnenstrom versorgen.
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Sonnenstrom von den Hallendächern

Die Immobilienrendite AG treibt den Ausbau erneuerbarer Energien weiter voran. Das Unternehmen nutzt die Dächer seiner Gewerbeimmobilien für Photovoltaik-Anlagen und versorgt damit nicht nur die eigenen Gebäude, sondern künftig auch Mieterinnen und Mieter sowie Anrainerinnen und Anrainer mit regional erzeugtem Strom.
Bereits seit Längerem sind unter anderem die City Shopping Promenade in St. Pölten sowie Gewerbeobjekte in der Wiener Kinsky- und Zetsche-Gasse mit großflächigen Photovoltaik-Anlagen ausgestattet. Vor allem in den Sommermonaten liefern die Anlagen reichlich Energie, die unter anderem für Kühlung, Lüftung und Warmwasserbereitung genutzt wird.

Niederösterreich als Vorreiter

Immobilienrendite AG Vorstände: Markus Augenhammer und Mathias Mühlhofer © Immobilienrendite AG

Für Vorstand Mathias Mühlhofer ist Niederösterreich beim Ausbau der Photovoltaik derzeit Vorreiter. Seit Jahresbeginn seien PV-Anlagen dort genehmigungsfrei. In der St. Pöltner Innenstadt gelten jedoch besondere Vorgaben: Die Module dürfen von der Straße aus nicht sichtbar sein. Auf dem Flachdach der City Shopping Promenade ließ sich dieses Problem durch eine versetzte Montage lösen.
Nach Angaben des Unternehmens deckt die Anlage inzwischen zwischen einem Drittel und der Hälfte des Strombedarfs des Fachmarktzentrums.

Eigene Stromgesellschaft gegründet

Weil die Photovoltaik-Anlagen in den Sommermonaten mehr Strom produzieren als vor Ort benötigt wird, hat die Immobilienrendite AG eine eigene Stromgesellschaft gegründet. Damit soll überschüssige Energie an Mieterinnen und Mieter sowie an die Nachbarschaft weitergegeben werden.
"Weil Langzeitspeicherung technisch noch nicht möglich ist, haben wir unsere eigene Stromgesellschaft gegründet. So betreiben wir jetzt unser eigenes kleines Kraftwerk, das Sonnenstrom an unsere Mieterinnen und Mieter, aber auch die Nachbarschaft verteilt", sagt Vorstand Markus Augenhammer.
Nach Angaben des Unternehmens profitieren davon neben den Stromkundinnen und -kunden auch die Investorinnen und Investoren sowie die Umwelt.

Weniger Abhängigkeit vom Energiemarkt

Möglich wurde dieser Schritt erst durch neue rechtliche Rahmenbedingungen. Erst jetzt sei es erlaubt, Strom zwischen verschiedenen Liegenschaften zu liefern, erklärt Jurist und Vorstand Mathias Mühlhofer.
Parallel dazu modernisiert das Unternehmen weitere ältere Gewerbehallen. Dabei werden bestehende Ölheizungen durch Photovoltaik-Anlagen ersetzt. Die notwendigen Genehmigungen laufen bereits.
Ziel sei es, die Energiekosten für die Mieter zu senken, die Abhängigkeit von schwankenden Strompreisen zu reduzieren und gleichzeitig den CO₂-Ausstoß zu verringern.

Strom für bis zu 300 Haushalte

Die derzeit in Betrieb befindlichen Photovoltaik-Anlagen verfügen über eine Spitzenleistung von 1.089 Kilowatt-Peak (kWp). Nach Unternehmensangaben könnte damit jährlich Strom für rund 250 bis 300 Haushalte erzeugt werden.
Je nach Berechnungsgrundlage werden dadurch zwischen 240 und 600 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart. Das entspricht den Emissionen von etwa 150 bis 250 Autos. Für die Immobilienrendite AG ist das jedoch erst der Anfang: Der weitere Ausbau der Photovoltaik-Anlagen ist bereits geplant.