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Inselhopping in Kroatien ohne Boot: Die schönsten Routen per Fähre
Türkisblaues Wasser, historische Altstädte, versteckte Buchten und Inseln, die jede für sich eine eigene kleine Welt sind: Kroatien ist wie gemacht für Inselhopping. Der große Irrtum: Man braucht dafür kein eigenes Boot und keine teure Yacht. Viele der schönsten Inseln sind mit Fähren und Schnellkatamaranen verbunden – oft direkt von den großen Küstenstädten Split, Dubrovnik, Šibenik, Pula oder Zadar aus.
Gerade für Urlauber, die flexibel reisen möchten, ist Inselhopping mit der Fähre eine der unkompliziertesten Arten, Kroatien zu entdecken. Morgens noch in der Altstadt von Split, nachmittags schon auf Hvar, ein paar Tage später in Korčula oder Mljet – und am Ende vielleicht in Dubrovnik. Das Beste: Die Reise fühlt sich nach großem Abenteuer an, bleibt aber unkompliziert und einfach planbar.
1. Die Traumroute: Split – Brač – Hvar – Korčula – Mljet – Dubrovnik
Das ist der große Klassiker unter Kroatiens Inselhopping-Routen – und vermutlich die schönste Strecke für alle, die zum ersten Mal mehrere Inseln kombinieren wollen. Gestartet wird in Split, einer der beliebtesten Küstenstädte des Landes. Von dort geht es weiter nach Brač, Hvar, Korčula und Mljet, bevor die Reise in Dubrovnik endet.
Jede Station hat ihren eigenen Charakter:
- Brač steht für Strände und entspannte Badetage.
- Hvar für Beachclubs, Altstadt-Flair und ein bisschen Glamour.
- Korčula gilt als eine der romantischsten Inseln Kroatiens – mit engen Gassen, Weinbars und venezianisch geprägter Architektur.
- Mljet ist dann der perfekte Kontrast: ruhig, grün, naturbelassen und ideal für alle, die baden, radfahren oder einfach einmal abschalten wollen.
- Das große Finale wartet in Dubrovnik, wo die Altstadt mit ihren Stadtmauern zu den eindrucksvollsten Kulissen an der Adria zählt.
Die Route ist besonders praktisch, weil mehrere Anbieter wichtige Teilstrecken entlang dieser Linie bedienen. TP Line führt etwa die Verbindung Split–Milna–Hvar–Korčula–Dubrovnik, Krilo/Kapetan Luka listet ebenfalls Routen über Split, Milna, Hvar, Korčula, Mljet/Pomena und Dubrovnik.
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2. Die Insiderroute: Pula – Unije – Susak – Mali Lošinj – Ilovik – Silba – Zadar
Wer Kroatien abseits der ganz großen Hotspots erleben möchte, sollte in den Norden schauen. Diese Route verbindet Istrien, die Kvarner-Bucht und Norddalmatien – und führt zu Inseln, die deutlich ruhiger sind als Hvar oder Korčula.
Startpunkt ist Pula, bekannt für sein römisches Amphitheater und die Nähe zu Istriens Traumküste. Von dort geht es mit dem Katamaran weiter über kleine Inselperlen wie Unije und Susak nach Mali Lošinj. Besonders Susak ist ein echter Spezialfall: sandig, entspannt und autofrei im Gefühl. Mali Lošinj wiederum ist eleganter, lebendiger und perfekt für ein paar Tage am Meer. Danach kann man über Ilovik und Silba weiter Richtung Zadar reisen.
Diese Route ist ideal für alle, die nicht nur die bekanntesten Postkartenmotive abhaken wollen, sondern Kroatien in einer ruhigeren, ursprünglicheren Version erleben möchten. Weniger Party, weniger Gedränge, mehr Barfußgefühl.
Krilo führt die Strecke Pula–Unije–Susak–Mali Lošinj–Ilovik–Silba–Zadar in seinem Fahrplan; der Anbieter listet außerdem Pula, Zadar, Mali Lošinj und Silba als Destinationen.
3. Die Kurztrip-Route: Šibenik – Zlarin – Obonjan – Kaprije – Žirje
Nicht jeder hat eine Woche Zeit für Inselhopping. Genau deshalb ist die Route ab Šibenik so spannend. Sie eignet sich perfekt für ein verlängertes Wochenende oder als kleiner Insel-Abstecher während eines Kroatien-Urlaubs.
Von Šibenik aus geht es in den gleichnamigen Archipel – zu kleinen, charmanten Inseln wie Zlarin, Kaprije und Žirje. Zlarin ist bekannt für seine entspannte Atmosphäre, Kaprije wirkt herrlich ursprünglich und Žirje ist ideal für alle, die Buchten, Ruhe und Natur suchen. Statt großer Hotelanlagen findet man hier vor allem das einfache, sommerliche Kroatien: kleine Häfen, klares Wasser, Bootsanleger, Tavernen und viel mediterrane Gelassenheit.
Diese Route ist die beste Wahl für alle, die Inselhopping ausprobieren wollen, ohne lange Strecken oder komplizierte Planung. Man steigt in Šibenik auf die Fähre – und ist kurze Zeit später in einer ganz anderen Welt.
Jadrolinija betreibt die Linie Šibenik–Zlarin–Obonjan–Kaprije–Žirje ganzjährig; laut Anbieter verbindet sie die Inseln des Šibenik-Archipels, die gesamte Fahrt zu den weiter entfernten Häfen dauert rund 1 Stunde und 25 Minuten.
So gelingt stressfreies Inselhopping mit der Fähre
Wichtig ist vor allem die richtige Planung. Viele Katamaranverbindungen fahren im Sommer häufiger als in der Nebensaison, manche Strecken sind saisonal. Wer im Juli oder August reist, sollte Tickets vorab online buchen und genügend Zeit zwischen Ankunft und Abfahrt einplanen. Auch Wetter und Wind können an der Adria Einfluss auf den Fahrplan haben.
Für Reisende ohne Auto sind Schnellkatamarane besonders praktisch. Sie verbinden viele Inselorte direkt miteinander und ersparen Umwege über das Festland. Wer mit Mietwagen unterwegs ist, muss genauer planen, denn nicht jede Fähre nimmt Autos mit und nicht jeder Inselhafen ist für Fahrzeuge geeignet.