Alarmsignale

Insolvenzen in NÖ auf dem Vormarsch

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Während die Firmenpleiten österreichweit im 1. Halbjahr 2026 laut KSV1870 leicht auf 3.449 Fälle zurückgingen (-1 % gegenüber Vorjahr), zeigt sich in Niederösterreich ein gegenteiliges Bild: Mit 583 Insolvenzen liegt das Land um 5 % über dem Vorjahreswert.
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Besonders betroffen sind Bau-, Handels- und Gastronomiebetriebe, die für mehr als 40 Prozent aller Fälle im Land stehen.

Energiepreise und Bürokratie als Belastung

"Diese Entwicklung gibt zu denken. Während sich die Lage in anderen Bundesländern leicht entspannt, geraten unsere niederösterreichischen Klein- und Mittelbetriebe weiter unter Druck", sagt Thomas Schaden, Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV) NÖ. Die Energiepreise seien seit dem Auslaufen der Strompreisbremse nicht gesunken, sondern würden laut Prognosen sogar wieder deutlich steigen. Dazu kämen bürokratische Hürden und die neuen US-Zölle, die die Betriebe mit voller Wucht treffen.

Konkrete Forderungen

Der SWV NÖ fordert rasches Handeln: "Runter mit den Energiepreisen", so Schaden. Unnötige Bürokratie koste Unternehmen im Schnitt 13 Arbeitsstunden pro Woche – hier brauche es endlich Vereinfachungen. Zudem verlangt er eine dreimonatige Nachversicherung in der Krankenversicherung für Selbstständige nach einer Insolvenz, damit niemand ohne Absicherung dasteht.

"Wer kleinen Betrieben den Rücken stärkt, sichert Arbeitsplätze und stellt die gesamte Wirtschaft auf ein solides Fundament", so Schaden abschließend. "Sie verdienen faire Bedingungen, keine Hürden!"