Mit "Aussagen, die das Einerseits-andererseits betonen", komme sie kaum durch, erklärte sie im Gespräch mit den "Salzburger Nachrichten" (Samstag-Ausgabe). "Manche beschimpfen mich, weil ich zu sehr an der Seite Israels stehe. Andere beschimpfen mich als Hamas-Versteherin."
Auch interessant
Zu den von Bundespräsident Alexander Van der Bellen erhobenen Vorwürfen von Kriegsverbrechen sagte die Außenministerin: Sie bemühe sich, "eine Linie zu ziehen, die entlang des Völkerrechts und des humanitären Völkerrechts verläuft. Der Bundespräsident ist genau auf dieser Linie." Es liege an Gerichten festzustellen, ob Kriegsverbrechen passieren.
Der Bundespräsident habe sich auf die Siedlungspolitik bezogen. "Die ist völkerrechtswidrig. Und seit Monaten bemühen wir uns um Sanktionen gegen radikale Siedler." Diese Entscheidung habe die EU jetzt auch getroffen. Erneut forderte Meinl-Reisinger EU-Sanktionen gegen Israels rechtsextremen Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir. "Er ist in Österreich nicht willkommen." Auf EU-Ebene gibt es hierbei allerdings keine Einigkeit. Einzelne Mitgliedstaaten haben eigene Maßnahmen ergriffen. So verhängten neben Frankreich etwa Irland und Spanien Einreiseverbote gegen Ben-Gvir.