Ticketsteuer

"Schuss ins Knie!" Flughafen-Chef schießt gegen Regierung

Ein Mann im Anzug spricht auf einer Pressekonferenz am Flughafen Wien.
© APA/GEORG HOCHMUTH
Sinkende Passagierzahlen und hohe Spritpreise sorgen auch am Flughafen Wien-Schwechat für Sorgenfalten. Auch der Abzug von Billigfliegern wie Ryanair ist ein großes Thema. Vorstandschef Günther Ofner war zu Gast in der ZIB 2.
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Die Ticketsteuer von 12€ pro Passagier sind den Fluglinien ein Dorn im Auge. Wizz-Air ist komplett aus Schwechat verschwunden, Ryanair kürzte erst Anfang Oktober etliche Flugverbindungen. Auch die AUA droht aktuell mit Reduzierungen, vor allem bei den Dreamliner-Destinationen.

"Wir haben uns im Wettbewerb hinausgepreist, das führt dazu, dass Airlines abziehen. Die Ticketsteuer ist ein Schuss ins Knie und eine Hilfe für Bratislava. Die Passagiere, die uns fehlen, die sind eben jetzt dort. Die haben dort keine Steuer", so der Flughafen-Boss.

"Es wäre ein großer Vorteil, wenn man die Ticketsteuer zumindest halbiert. Das würde dem Finanzminister mehr Einnahmen bringen, weil auch die Passagierzahlen wieder in die Höhe gehen. Mit solch einer hohen Steuer verlieren wir viel an Rentabilität. Wenn Menschen nach Österreich kommen, dann geben sie dort ja auch Geld aus", erklärt Ofner.

"Der Druck wird auf die Airlines abgewälzt, die natürlich auch kosten sparen müssen. Deutschland hat die Steuer auch stark gesenkt", meint der Vorstandsvorsitzende.

"Ein ökologischer Lenkungseffekt trifft auch nicht ein. Denn wenn ein Flug nicht bei uns stattfindet, dann findet der von woanders statt", so Ofner.

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