Gesundheits-Wirbel
Ist Xi Jinping krank? Chinas Staatschef sorgt mit Verhalten für Rätsel
Washington – Staatsbankett, roter Teppich und große Inszenierung: Beim Staatsbesuch von Chinas Staatschef Xi Jinping bei US-Präsident Donald Trump sollte eigentlich Stärke demonstriert werden. Hinter den Kulissen soll der Besuch jedoch deutlich anders abgelaufen sein als bei einem gewöhnlichen Gipfeltreffen.
Eigener Ruheraum für Xi
Wie das "Wall Street Journal" berichtet, bat die chinesische Delegation die US-Regierung um zusätzliche Ruhezeiten für den 73-jährigen Xi. Im Westflügel des Weißen Hauses soll dafür sogar ein privater Raum eingerichtet worden sein. Zugang hatte dem Bericht zufolge nur Xis Ehefrau Peng Liyuan.
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Auch der Terminplan wurde offenbar angepasst. Ein geplantes Arbeitsessen mit Trump am 24. September wurde auf Wunsch der chinesischen Seite gestrichen. Dadurch entstand im ohnehin kurzen Besuchsprogramm eine rund fünfstündige Pause.
Bilder sorgen zusätzlich für Spekulationen
Auch Xis Auftritt selbst wurde genau beobachtet. Bei seiner Ankunft in Washington hielt er sich beim Verlassen des Flugzeugs an der Hand seiner Frau und am Geländer fest. Solche Bilder allein lassen allerdings keinen Rückschluss auf eine Erkrankung zu.
Bereits beim BRICS-Gipfel in Indien war Xis Gesundheitszustand zum Thema von Spekulationen geworden. Während einer Rede des indischen Premierministers Narendra Modi kam es zu einem kurzen Zwischenfall. Xi nahm später zudem nicht am Gala-Dinner der Staatschefs teil.
Schlaganfall oder Krebs?
Über Xis Gesundheit kursieren seit Jahren immer wieder Gerüchte. Dabei wurden unter anderem Schlaganfall, Krebs oder Herzprobleme behauptet. Öffentlich gibt es dafür jedoch keine belastbaren Belege. Auch die aktuellen Berichte bestätigen keine konkrete Erkrankung.
Dass der chinesische Staatschef bei seinem Washington-Besuch mehr Ruhezeiten benötigte, könnte verschiedene Gründe haben. Neben gesundheitlichen Fragen kommen etwa auch die lange Reise und die Belastung durch den dicht getakteten Staatsbesuch infrage.
Warum die Gerüchte so schnell die Runde machen
Der Gesundheitszustand der chinesischen Führung wird nur selten öffentlich thematisiert. Entsprechend sorgen ungewöhnliche Änderungen im Terminplan oder auffällige Momente bei öffentlichen Auftritten schnell für Spekulationen.
Fest steht bislang lediglich: Der Besuch in Washington wurde offenbar stärker als üblich um Ruhephasen für Xi herum geplant. Welche Gründe tatsächlich dahinterstecken, bleibt offen.