Hohe Strafen
Italien macht jetzt Jagd auf Stand-Reservierer
Wer im Sommer einen guten Platz am Meer ergattern will, muss in Italien offenbar kreativ werden. Immer mehr Urlauber lassen Sonnenschirme, Liegen oder Klappstühle bereits am Abend am Strand zurück, um sich am nächsten Morgen den besten Platz direkt am Wasser zu sichern. Für dieses Verhalten gibt es inzwischen sogar einen eigenen Namen: "Furbetti dell’ombrellone", die "Sonnenschirm-Schlitzohren".
Der Grund dürfte auch in den hohen Preisen für private Strandbäder liegen. In beliebten Urlaubsorten können Sonnenschirm und zwei Liegen für eine Woche mehrere hundert Euro kosten. Der frei zugängliche Strand wirkt dagegen verlockend – doch wer dort seinen Platz über Nacht blockiert, riskiert Ärger.
Hohe Strafen
Italiens Behörden gehen mittlerweile konsequenter gegen die nächtlichen Reservierungen vor. An mehreren Küstenabschnitten wurden bereits zahlreiche Sonnenschirme, Liegen und andere Gegenstände eingesammelt. Allein in Marina di Peschici in Apulien sollen rund 180 Sonnenschirme und Dutzende Liegen beschlagnahmt worden sein.
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Die Küstenwache stellt klar: Das frühzeitige Reservieren eines Platzes an öffentlichen Stränden ist nicht erlaubt. Wer erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 200 Euro rechnen. Im Wiederholungsfall kann sogar eine Anzeige wegen der illegalen Besetzung öffentlichen Grundes drohen.
Hinter dem Trend steckt laut der Organisation Mare Libero nicht nur Bequemlichkeit. Viele wollen sich vor allem die beste Position am Meer sichern. Doch der vermeintliche Traumplatz kann so schnell teuer werden.