Überblick

Italiens Traumstrände: Wo Urlauber jetzt reservieren und Eintritt zahlen müssen

© Getty Images
Wer Italiens schönste Strände besuchen möchte, braucht vielerorts inzwischen mehr als Badetuch und Sonnencreme. An beliebten Buchten gelten Reservierungspflicht, Besucherlimits und teilweise auch Eintrittsgebühren.
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Das Bild vom frei zugänglichen Traumstrand gehört in Teilen Italiens zunehmend der Vergangenheit an. Vor allem auf Sardinien, aber auch in Ligurien und an weiteren Küstenregionen gelten inzwischen Zugangsbeschränkungen, Reservierungspflichten oder Eintrittsgebühren. Ziel der Maßnahmen ist es, empfindliche Naturgebiete vor den Folgen des Massentourismus zu schützen und gleichzeitig die Qualität des Besuchererlebnisses zu verbessern. Besonders in den Sommermonaten erreichen viele der berühmtesten Buchten ihre Belastungsgrenzen. Deshalb setzen immer mehr Gemeinden auf digitale Buchungssysteme, tägliche Besucherobergrenzen und Umweltabgaben.

Sardinien ist Vorreiter

Die meisten neuen Regelungen finden sich auf Sardinien.

La Pelosa (Stintino)

La Pelosa Sardinien, Strand in Italien © Getty Images/Cavan Images RF

Der karibisch anmutende Strand La Pelosa zählt zu den bekanntesten Stränden Europas. Während der Sommersaison ist der Zugang ausschließlich nach vorheriger Online-Reservierung möglich.

  • Reservierung: Ja
  • Tageskontingent: rund 1.500 Besucher
  • Gebühr: 3,50 Euro pro Person Gültig bis Mitte Oktober

Kinder unter zwölf Jahren benötigen zwar keine Eintrittsgebühr, müssen aber je nach Buchungssystem ebenfalls registriert werden.

Cala Brandinchi und Lu Impostu (San Teodoro)

San Teodoro, Sardinia, Italy © Getty Images

Auch diese beiden berühmten Sandstrände an der Nordostküste Sardiniens dürfen nur noch nach vorheriger Reservierung besucht werden.

  • Reservierung: Pflicht
  • Umweltbeitrag: 2 Euro
  • Besucherlimit Cala Brandinchi: 1.447 Personen täglich
  • Besucherlimit Lu Impostu: 3.352 Personen täglich

Die Reservierung gilt sowohl für die freien Strandabschnitte als auch für bewirtschaftete Bereiche.

Tuerredda

the stunning famous beach Tueredda on the island Sardinia Italy with sky and clouds © Getty Images

Der malerische Strand im Süden Sardiniens setzt ebenfalls auf ein digitales Zugangssystem.

  • Online-Buchung erforderlich
  • Zutritt über QR-Code
  • Tagesgebühr: 3 Euro
  • Besucherlimit: rund 1.100 Personen pro Tag

Cala Goloritzé

Italy, Sardinia, Orosei Gulf, Cala Goloritze © Getty Images

Hier gelten die strengsten Regeln Italiens. Die zum UNESCO-geschützten Naturerbe gehörende Bucht darf täglich nur von einer sehr begrenzten Zahl an Gästen besucht werden.

  • Eintritt: 7 Euro
  • Reservierung verpflichtend
  • Maximal 250 Besucher gleichzeitig
  • Anlandung mit Booten verboten

Die Beschränkung soll das empfindliche Naturgebiet langfristig erhalten.

Cala Coticcio (Caprera)

Cala Coticcio, beautiful bay in Caprera, La Maddalena Archipelago National Park, Sardinia, Italy © Getty Images

Der als "Tahiti Sardiniens" bekannte Strand ist nur noch im Rahmen einer geführten Tour erreichbar.

  • Keine individuelle Besichtigung möglich
  • Geführte Exkursion vorgeschrieben
  • Umweltbeitrag: 3 Euro
  • Schutzmaßnahme des Nationalparks La Maddalena

Ligurien: Besucherlimit statt Eintritt

Baia del Silenzio in Sestri Levante, Italien © Universal Archive/Universal Imag

Auch an der berühmten Baia del Silenzio in Sestri Levante wird der Besucherandrang inzwischen reguliert. Hier gibt es zwar weder Eintritt noch Reservierung, allerdings dürfen sich maximal rund 450 Personen gleichzeitig am Strand aufhalten. Der Zugang erfolgt über kontrollierte Eingänge, sodass der Strand bei Erreichen der Kapazitätsgrenze vorübergehend geschlossen werden kann.

Was Urlauber beachten sollten

Wer einen Badeurlaub auf Sardinien plant, sollte die gewünschten Strände bereits einige Tage oder sogar Wochen im Voraus reservieren, insbesondere im Juli und August. Kurzfristige Buchungen sind an beliebten Tagen häufig nicht mehr möglich.

Wichtig ist außerdem: Die Regelungen gelten meist nur während der Hauptsaison. Außerhalb der Sommermonate sind viele Strände weiterhin frei zugänglich.