US-Wahl

James Talarico: Neuer Senator gilt als heiße Aktie für das Weiße Haus

© APA/AFP/RONALDO SCHEMIDT
Demokratischer Wahlsieg bringt neue Stars auf die Bühne: Texaner Telarico ++ Georgia-Senator Ossoff ++ neuer Mehrheitsführer Hakeem Jeffries
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In San Antonio im US-Bundesstaat Texas rollen in der Nacht auf Mittwoch hupende Autokorsos durch die Innenstadt. Flaggen von Texas, den USA und Mexiko hängen aus den Fenstern, wie das örtliche Nachrichtenportal "San Antonio Report" berichtet, Menschen jubeln und halten Schilder mit den Namen der Wahlgewinner James Talarico und Gina Hinojosa in die Höhe - ersterer eroberte erstmals seit den 1970ern den Senat, Hinojosa wird völlig überraschend neue Gouverneurin der an sich republikanischen Hochburg.

Doch zurück zu Telarico. Der 37-Jährige gilt ab sofort als heiße Aktie für die Präsidentenwahl 2028. Der Demokrat, der ein protestantisches Priesterseminar besucht hat, warb mit einer Mischung aus christlichen Botschaften und Wirtschaftsversprechen gezielt um von Trump enttäuschte Republikaner. Nicht wenige in der Partei halten den um Ausgleich bemühten Talarico für einen idealen Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2028.

Jon Ossoff - ein Charisma wie Obama

Senator Jon Ossoff. © IMAGO/MAXPPP

Doch es gibt noch andere:  Jon Ossof: US-Senator aus Georgia etwa. Seinen Sitz verteidigte der Harvard-Absolvent und Verleger souverän gegen den von Trump unterstützten republikanischen Kongressabgeordneten Mike Collins.

Obwohl Ossoff weiß ist, vergleichen ihn Strategen mit dem früheren Präsidenten Barack Obama - vor allem wegen seiner leidenschaftlichen Ansprachen, für die der telegene Politiker Obamas frühere Redenschreiber-Agentur nutzt. Obwohl ihm einige das nötige Charisma attestieren, bestreitet Ossoff höhere Ambitionen: "Ich habe null Interesse, für die Präsidentschaft zu kandidieren", sagte er mit Blick auf 2028.

Jeffries wird größter Gegenspieler Trumps - "Nehmt euch Anwälte"

Der neue Mehrheitsführer Hakeem Jeffries. © IMAGO/Newscom World

Oder Hakeem Jeffries: Nach dem Erdrutschsieg auch im Repräsentantenhaus wird der führende Demokrat der erste schwarze Sprecher des Repräsentantenhauses werden. Und damit der wichtigste Gegenspieler von Donald Trump in den kommenden zwei Jahren. Die Demokraten werden ab Jänner bei der Gesetzgebung den Ton angeben. Im Senat müssen Kandidaten für wichtige Regierungsposten und Richter bestätigt werden. Zudem können die Demokraten im Kongress Untersuchungen gegen den Präsidenten und dessen Regierung einleiten. Sie haben schon länger zahlreiche geschäftliche Aktivitäten der Trump-Familie im Visier, ebenso tödliche Razzien gegen Migranten sowie umstrittene Bauprojekte des Präsidenten in Washington. "Nehmt euch Anwälte", schrieb der demokratische Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus, Robert Garcia, auf der Plattform X an die Adresse der Republikaner.