Erschreckende Zahlen

Jeder dritte Zugbegleiter wurde schon attackiert

© Getty Images (Symbolbild)
Gewerkschaften schlagen Alarm, schon jetzt kracht es regelmäßig im Zug.
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Für viele Zugbegleiter ist Aggression ein Teil des Berufs geworden. Renitente Schwarzfahrer, betrunkene Gäste und nicht zuletzt gewaltbereite Personen machen dem Personal das Leben schwer. Die aktuellen Umfragen des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) und der Gewerkschaft vida Tirol legen das ganze Ausmaß offen.

Zwei Drittel wurden schon bedroht

Jeder Fünfte will den Beruf in Zukunft gar nicht mehr ausführen. Von den 119 Befragten gaben außerdem ein Drittel an sich nicht mehr sicher zu fühlen. Erschreckend: 69 Prozent wurden schon mal bedroht, satte 89 Prozent schon einmal beschimpft und ein Drittel wurde bereits körperlich attackiert.

87 Prozent der Zugbegleiter nennen die Fahrgäste als Hauptgrund für Stress in der Arbeit. 74 Prozent geben an, dass es für sie besonders stressig ist, Konfliktsituationen alleine bewältigen zu müssen.

Die Gewerkschaften fordern jetzt die rasche Umsetzung des bereits präsentierten 10-Punkte Plans: Gefordert werden unter anderem Doppelbesatzungen in den Zügen, ein besseres Meldesystem, den regelmäßigen Einsatz von Bodycams und mehr Polizeipräsenz an den Bahnhöfen.