AMS Wien alarmiert

Job-Frust: Immer weniger Firmen bilden Lehrlinge aus

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Während die Zahl der Lehrstellensuchenden in Wien steigt, schrumpft das Angebot an offenen Ausbildungsplätzen zunehmend.
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Aktuell sind in Wien 5.440 Jugendliche und junge Erwachsene auf Lehrstellensuche gemeldet. Das sind um 3,1 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Auf der anderen Seite stehen gerade einmal 496 offene Lehrstellen zur Verfügung. Besonders alarmierend: Die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze ist binnen eines Jahres um 37,8 Prozent eingebrochen. Wer also in der Bundeshauptstadt eine Lehre beginnen möchte, hat es alles andere als leicht.

AMS-Wien-Chef Winfried Göschl sieht diese Entwicklung natürlich kritisch: "Für junge Menschen ist es schwer geworden, eine Lehrstelle auf dem ersten Lehrstellenmarkt zu finden. Hier lassen die Wiener Unternehmen leider auch sehr viel Potenzial liegen: Denn die Ausbildung im eigenen Betrieb ist der nachhaltigste Weg, um sich gegen den Fachkräftemangel zu wappnen."

Trotz der schwierigen Lage gibt es am Wiener Arbeitsmarkt aber auch positive Entwicklungen. Die Gesamtzahl der Arbeitslosen und Personen in Schulungen sank im Jahresvergleich um ein Prozent, gerade bei den Unter-25-Jährigen gab es einen Rückgang von 5,7 Prozent. Anders sieht es bei den Über-50-Jährigen aus: In dieser Altersgruppe stieg die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer um 4,1 Prozent. Insgesamt waren beim AMS Wien im August dieses Jahres 124.728 Menschen als arbeitslos vorgemerkt.