Markt eingebrochen

Job-Not in Wien: Tausende Lehrstellen fehlen

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In der Bundeshauptstadt gibt es deutlich zu wenige Ausbildungsplätze für Jugendliche, die einen Lehrberuf ausüben möchten.
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In Österreich befindet sich die Zahl der Lehrlinge weiter im Sinkflug, wovon laut Wirtschaftskammer (WKÖ) alle Sparten betroffen sind. Besonders stark zeigt sich der Rückgang in der Industrie. Einzig in der überbetrieblichen Lehrausbildung (ÜBA) wird ein Anstieg verzeichnet, was vor allem daran liegt, dass es im Osten des Landes zu wenig Lehrstellen gibt. Besonders alarmierend: Allein in Wien sind aktuell um 5.163 mehr Lehrstellensuchende als offene Stellen registriert. In Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Kärnten gibt es hingegen um 3.800 mehr Lehrstellen als Bewerber.

Für die Steuerzahler bedeutet das Plus bei der überbetrieblichen Lehrausbildung eine schlechte Nachricht: Wie die WKÖ vorrechnet, kostet ein Lehrling, der überbetrieblich im Auftrag des AMS ausgebildet wird, die öffentliche Hand gut 23.000 Euro im Jahr - und damit über dreimal so viel wie ein Lehrling in einem Betrieb.

Zur Info: Anfang September waren in Wien 5.440 Jugendliche und junge Erwachsene auf Lehrstellensuche beim AMS gemeldet, das sind um 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Dem gegenüber standen lediglich 496 offene Lehrstellen. Somit ist die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze innerhalb nur eines Jahres um sagenhafte 37,8 Prozent eingebrochen. "Für junge Menschen ist es schwer geworden, eine Lehrstelle auf dem ersten Lehrstellenmarkt zu finden", hält AMS-Wien-Chef Winfried Göschl nüchtern fest.