KI-Rechenzentrum
Ukraine greift russischen Internet-Riesen an
Nach dem besonders schweren Luftangriff auf die Ukraine hat sich die Zahl der Todesopfer nach ukrainischen Angaben von 28 auf 32 erhöht. Besonders hart getroffen worden war am Mittwoch die Stadt Pryluky in der nördlichen Region Tschernihiw, wo eine russische Rakete ein fünfstöckiges Wohnhaus zerstörte. Die Ukraine traf bei einem Gegenangriff unterdessen erstmals ein wichtiges Rechenzentrum - jenes des größten russischen Internetkonzerns Yandex.
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Der Internetkonzern teilte am Donnerstag laut russischen Medien lediglich mit, dass es einen "Vorfall" gegeben habe. Der Angriff löste ein Feuer in dem Gebäude des Technologiekonzerns in der Region Rjasan aus. Yandex bietet mit YandexGPT eines der führenden russischen Modelle für Künstliche Intelligenz (KI) an. Der Betrieb des Rechenzentrums sei vollständig eingestellt worden, hieß es. Das Unternehmen arbeite an der Beseitigung der Folgen und der Wiederherstellung der betroffenen Dienste. Die Kerndienste für Verbraucher seien jedoch nicht betroffen.
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Auf der Webseite seines Cloud-Dienstes teilte Yandex zudem mit, es gebe Probleme mit der Stromversorgung in einem Bereich des Rechenzentrums. Dem Angriff auf das Yandex-Rechenzentrum ging eine Welle russischer Angriffe auf ukrainische Rechenzentren in den vergangenen Wochen voraus. In der russischen Stadt Salawat in der Region Baschkortostan brach zudem nach dem Absturz von Drohnenteilen ein Feuer auf einem Industriegelände aus, wie örtliche Behörden mitteilten. Es habe keine Verletzten gegeben. Der Betrieb des Unternehmens laufe weiter.
Todeszahl von Putins Geburtstag gestiegen
Wie die Einsatzkräfte mitteilten, stieg die Zahl der Toten in Pryluky bis Donnerstag von 20 auf 22. Auch in Kiew wurden nach einem Treffer auf ein mehrstöckiges Wohnhaus zwei weitere Todesopfer geborgen, teilen die Einsatzkräfte weiter mit. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Russland insgesamt 70 Raketen, darunter viele ballistische Flugkörper, sowie zahlreiche Drohnen abgefeuert. Ein Hauptziel sei die ukrainische Energieinfrastruktur gewesen. Selenskyj nannte den Angriff ein "Geburtstagsgeschenk für Putin". Kremlchef Wladimir Putin wurde am Mittwoch 74 Jahre alt.
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