OpenAI vor Gericht

Kanada verklagt KI-Giganten nach Amoklauf

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Weil der ChatGPT-Anbieter OpenAI vor einem Amoklauf an einer Schule nicht vor verdächtigen Aktivitäten im Account der späteren Täterin gewarnt hatte, hat die kanadische Provinz British Columbia Klage gegen das Unternehmen eingereicht.
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Ziel der im US-Bundesstaat Kalifornien erhobenen Klage sei, das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte Unternehmen für den Vorfall zur Rechenschaft zu ziehen und Konsequenzen zu erreichen.

Das erklärte British Columbias Generalstaatsanwältin Niki Sharma am Montag. Eine 18-Jährige hatte im Februar in einer Schule im 2.400-Einwohner-Ort Tumbler Ridge am Rande der kanadischen Rocky Mountains eine Lehrerin und fünf Schulkinder getötet. Zuvor hatte die Schützin ihre Mutter und ihren elfjährigen Stiefbruder getötet. Sie beging schließlich Suizid.

Rechtliche Konsequenzen bereits im Juli angekündigt

OpenAI entschuldigte sich später dafür, das Konto der 18-jährigen Täterin zwar gesperrt, aber nicht der Polizei gemeldet zu haben. Es habe keine Hinweise auf einen unmittelbar bevorstehenden Angriff gegeben, erklärte das Unternehmen. Die Ermittler gingen davon aus, "dass die KI wusste, dass im Chat ernste Dinge vor sich gingen", sagte Sharma.

Sharma hatte schon im Juli rechtliche Schritte gegen OpenAI angekündigt. Angehörige der Opfer des Schusswaffenvorfalls haben in Kalifornien separate Klagen gegen OpenAI eingereicht. OpenAI beantragte, die Klagen in Kalifornien nicht zuzulassen und forderte British Columbia als Gerichtsstand.

Die Höhe eines von einem kanadischen Gericht zugesprochenen Schadenersatzes wäre voraussichtlich niedriger als der Betrag, den ein US-Gericht ansetzen würde. Mögliche Schadenersatzzahlungen sollen laut Sharma für den Bau einer neuen Schule in Tumbler Ridge verwendet werden.