Ausgangspunkt der Unruhe war Teammanager Thomas Tuchel, der trotz des Sieges harsche Kritik äußerte. Er nannte die Leistung seiner Mannschaft schlampig sowie fehlerhaft und sprach von purem Glück.
Torschütze Jude Bellingham reagierte daraufhin äußerst defensiv. Er verwies auf die harten äußeren Bedingungen sowie die hohe Klasse der Gegner und bedachte Tuchels kritische Einschätzung lediglich mit einem kühlen "Kein Kommentar". Daraufhin witterte die englische Presse schnell ein Zerwürfnis innerhalb der Kabine.
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Kane sorgt für Ruhe
Vor dem anstehenden Halbfinale gegen Argentinien lieferte Kapitän Kane nun seine vielbeachtete Antwort auf die Diskussionen. Er nahm Bellingham umgehend in Schutz: Emotionale Aussagen kurz nach einer derart kräftezehrenden Schlacht auf dem Platz seien völlig verständlich. Gleichzeitig erstickte Kane jegliche Gerüchte über einen internen Streit sofort im Keim. Er warf dem Umfeld stattdessen vor, künstlich eine Spaltung erzeugen zu wollen – eine laut ihm typisch englische Unart bei großen Turnieren. Die Realität sehe jedoch völlig anders aus, denn der aktuelle Erfolg basiere einzig auf dem enormen Zusammenhalt zwischen Spielern, Trainern und Betreuern.
Mannschaft steht hinter Trainer
Zudem stärkte Kane seinem Trainer demonstrativ den Rücken. Die Mannschaft verstehe Tuchels Kritik vollkommen, da die Spieler selbst am besten wüssten, wann sie auf dem Rasen eine schlechte Leistung abliefern. Tuchels ehrliche, niemals geskriptete Art werde vom Team enorm geschätzt. Er trage stets sein Herz auf der Zunge und sei genau deshalb einer der besten Trainer der Welt, dessen Ansätzen die Mannschaft blind vertraue. Von den englischen Fans erntete Kane für diese besonnenen Worte und seine klare Führungsstärke im Anschluss großes Lob.