Zeugin gesucht
Kann sie das Kamera-Rätsel um Maria (†21) lösen?
Wie die Ermittler mitteilten, handelt es sich um eine Frau mit kurzen Haaren, die kurz vor der 21-jährigen Maria von der Brücke sprang und sich nach dem Unfall noch in der Nähe des Brückenfundaments aufgehalten haben soll. "Sie könnte Zeugin von Tatsachen gewesen sein, die für die Aufklärung des Falls relevant sind", erklärte die Polizei laut dem brasilianischen Portal "Metropoles".
Kamera nach dem Unfall verschwunden
Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht eine Kamera, die nach dem tödlichen Unfall verschwunden sein soll. Nach Angaben der Polizei gibt es widersprüchliche Aussagen darüber, wer die Kamera vom Unfallort entfernt haben könnte.
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Die Ermittler hoffen deshalb, dass die gesuchte Zeugin weitere Informationen liefern kann. Die bereits Angeklagten gaben laut Polizei an, nicht zu wissen, wo sich die Kamera befindet.
Mehrere Personen angeklagt
Die für die Sicherheit der Teilnehmer verantwortlichen Luis Felipe Feliciano Egoroff (32), Maicon Fernandes Cintra (42) und Vitor de Freitas Gonçalves (27) wurden nach dem Unfall festgenommen und inzwischen wegen fahrlässiger Tötung angeklagt.
Nach Auffassung der Ermittler nahmen sie den Tod der jungen Frau billigend in Kauf, als sie sie ohne gesichertes Seil springen ließen. Am 20. Juni wurden zudem drei weitere Personen vorübergehend festgenommen, die für die Organisation der Teilnehmer zuständig gewesen sein sollen.
"Ich hörte das ,Oh mein Gott‘"
Eine der Organisatorinnen, Evelyne dos Santos Gonçalves, erklärte bei ihrer Aussage, sie sei zum Zeitpunkt des Unglücks mit administrativen Aufgaben beschäftigt gewesen. "Dann hörte ich auch den Lärm.
Ich hörte das ,Oh mein Gott‘ und Lärm", sagte sie laut den Ermittlungsunterlagen. Sie bestreitet außerdem, dass Mitarbeiter nach dem Unfall vom Tatort geflüchtet seien.
Maria wirkte vor dem Sprung entspannt
Laut einem Zeugen habe die 21-Jährige kurz vor dem Sprung ruhig gewirkt und sogar gelächelt. Hinweise darauf, dass sie die fehlende Sicherung bemerkt habe, gebe es nicht.
Ein Bungee-Experte erklärte gegenüber der "New York Post", professionelle Anbieter würden normalerweise mit mehreren Sicherheitskontrollen arbeiten. "Wenn es keine Person gibt, die die Führung übernimmt, und eine weitere, die als Backup fungiert, ist das ein deutliches Warnsignal", sagte der Experte.