Firmenrettung

Kapsch rettet Eitek: Neuer Name, neue Hoffnung

Der insolvente Autozulieferer Eitek in Ebergassing (Bezirk Bruck an der Leitha) hat einen Retter gefunden: Unternehmer Kari Kapsch übernimmt den Betrieb und tauft ihn in Kaitec um. Die Gläubiger stimmten der Übernahme am Montag zu, der Vertrag ist unterschrieben und gerichtlich abgesegnet.
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Eitek war seit Jänner insolvent, 36 Millionen Euro Schulden lasteten auf dem Unternehmen. Schuld daran trug vor allem der bisherige US-Eigentümer Neptune Industries, dessen Chef Patrick James sich in New York wegen Milliardenbetrugs verantworten muss.

Neue Firma ab Oktober

Nach dem Closing Ende Oktober führt Kapsch den Betrieb als "Kapsch Automotive and Interior Technologies" (Kaitec) weiter. Wie viele der 280 Jobs bleiben, ist offen - man wolle "so viele wie möglich" retten, heißt es aus dem Büro des Unternehmersire Kari Kapsch.

Im Werk in Ebergassing werden textile Innenverkleidungen für Autos großer Autobauer, vor allem aus Deutschland, produziert.

"Mich überzeugt die außergewöhnliche industrielle Kompetenz dieses Unternehmens. Dahinter stehen über viele Jahrzehnte gewachsenes Know-how, hohe technologische Kompetenz und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie ein exzellentes, krisenerprobtes Management. Diese Ressourcen sind die Grundlage dafür, dass wir uns für dieses Investment entschieden haben", wurde Kapsch in einer Aussendung zitiert, der mit dem bisherige Betriebsleiter Stefan Kunz die Geschäftsleitung übernehmen wird.

Mikl-Leitner dankt Kapsch

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) begrüßt die Lösung für den traditionsreichen Standort. „Die Industrie steht derzeit vor großen Herausforderungen, und Investitionsentscheidungen sind alles andere als selbstverständlich. Umso erfreulicher ist es, dass es für den traditionsreichen Standort in Ebergassing eine konkrete Zukunftsperspektive gibt", so Mikl-Leitner. Ihr Dank gilt Kapsch für die Bereitschaft, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen.

Chance für Know-how

Damit besteht laut Mikl-Leitner die Chance, wertvolles industrielles Know-how und Wertschöpfung am Standort zu halten. Bis zum Abschluss der Übernahme seien noch einige Schritte zu setzen - sie wünsche allen Beteiligten Erfolg dabei.