Gastpatientenstreit

Kasser zu Ludwigs Gastpatienten-Vorschlag: "Ja, aber!"

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Landesrat Anton Kasser reagiert auf den Vorschlag von Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, Gastpatienten künftig leistungsbezogen zwischen den Bundesländern abzurechnen.
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"Eine leistungsbezogene Abrechnung kann ein sinnvoller Weg sein", so Kasser. Grundsätzlich stehe Niederösterreich dem Modell positiv gegenüber - allerdings nur unter bestimmten Bedingungen.

Das muss klar sein

Niederösterreich verzichtet derzeit auf rund 500 Millionen Euro aus dem Finanzausgleich, damit niederösterreichische Patienten in anderen Bundesländern versorgt werden können. Bei einer Direktverrechnung müssten diese Mittel künftig dem Land selbst zur Verfügung stehen. "Wenn das Geld der Leistung folgen soll, dann muss zunächst auch das Geld aus dem Finanzausgleich den Ländern entsprechend zur Verfügung stehen", betont Kasser. Zudem brauche es einen fairen Abrechnungsmodus, der nicht automatisch die höheren Wiener Kosten als Maßstab für ganz Österreich heranzieht.

Konstruktive Gespräche mit Hacker

Bis ein neuer Finanzausgleich steht, gelten die bestehenden Vereinbarungen, so Kasser. Für die Zwischenzeit brauche es aber eine verlässliche Lösung für niederösterreichische Patienten, die aktuell in Wiener Spitälern abgewiesen werden. "Dazu führen wir aktuell gute und konstruktive Gespräche mit Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ)", so Kasser abschließend.

Fazit: Niederösterreich sagt Ja zum Ludwig-Vorschlag - aber nur mit fairem Geldfluss und einer Lösung für die Übergangszeit.