Für die beiden Tokio-Hotel-Stars sollte es die stilvolle Rückkehr in die alte Heimat werden. Von ihrer Wahlheimat Los Angeles ging es für Bill und Tom Kaulitz über das Drehkreuz Frankfurt direkt in die deutsche Bundeshauptstadt Berlin, wo ein rund zweimonatiger Aufenthalt auf dem Plan steht. Dementsprechend umfangreich fiel das Reisegepäck aus: Neben wichtiger Technik und unverzichtbarem Zubehör für die Hunde hatten die Brüder eine gewaltige Garderobe für die anstehenden Dreharbeiten und Auftritte eingepackt.
Umso größer war der Schock, als die Musiker nach einer fast 24-stündigen Reisezeit am Berliner Flughafen vor dem Gepäckband standen. Von den insgesamt 14 aufgegebenen Koffern war weit und breit keine Spur zu sehen. Statt der prall gefüllten Designer-Garderobe herrschte am Kofferband gähnende Leere. Die bittere Wahrheit erfuhren die Brüder erst nach der Ankunft in ihrem Berliner Luxushotel: Die Fluggesellschaft hatte das gesamte Gepäck schlichtweg in den Vereinigten Staaten am Boden stehen lassen.
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Modische Bruchlandung und scharfe Kritik im Podcast
In ihrer neuesten Ausgabe des Erfolgs-Podcasts "Kaulitz Hills – Senf aus Hollywood" machten die Zwillinge ihrem gewaltigen Ärger nun ungeschminkt Luft. Besonders für Fashion-Liebhaber Bill, der Mode bekanntlich wie eine olympische Disziplin betreibt, glich der Vorfall einer persönlichen Katastrophe. Er hatte seine Outfits für die kommenden Wochen akribisch mit seinem Assistenten abgestimmt, jedes einzelne Ensemble mit Handtaschen, Sonnenbrillen, Schmuck und Schuhen vorab abfotografiert und minutiös durchgeplant.
Umso heftiger fiel seine Abrechnung mit der zuständigen Fluglinie aus: "Wir kommen hier an, es ist kein Koffer mitgeflogen. Das ist eine Frechheit von den Airlines, das einem nicht mitzuteilen, wenn dein Gepäck nicht mit an Bord geht. Das ist eine Unverschämtheit!" Da die Brüder an einem Sonntag in Berlin landeten, standen sie zudem vor verschlossenen Boutiquen. Bruder Tom schilderte die missliche Lage drastisch: "Du musst die gleiche Klamotte anziehen, mit der du schon 24 Stunden gereist bist, hast keinen Kamm und keine Zahnbürste."
Wut trotz teurem First-Class-Status
Besonders sauer stieß den Musikern auf, dass ihnen dieses Debakel trotz eines extrem teuren Flugtarifs widerfuhr. Beide reisten im noblen First-Class-Bereich, der eigentlich für reibungslosen Service und bevorzugte Gepäckabfertigung steht. Bill betonte fassungslos: "Wir fliegen First Class, das kostet wirklich viel Geld. Wir reisen mit VIP-Service und dann passiert das trotzdem!" Zudem verfügen die Zwillinge über den höchsten Vielfliegerstatus der Airline, den sogenannten HON Circle, den nach eigener Aussage fast niemand erreicht.
Nach quälenden 34 Stunden des Wartens gab es für die modebewussten Brüder schließlich die ersehnte Entwarnung: Alle 14 vermissten Koffer wurden unversehrt in ihr Hotel nachgeliefert, womit das modische Drama in Berlin ein versöhnliches Ende fand.