In einem neuen Interview mit dem "Telegraph" gibt Maye Musk einen persönlichen Einblick in das Leben ihres Sohnes. Dabei wird deutlich, wie wenig Raum Elon Musk offenbar für regelmäßigen Kontakt lässt.
"Elon ist im Moment sehr beschäftigt – na gut, eigentlich ist er das immer", sagt seine Mutter. Sie erklärt, dass sie ihm deshalb nicht ständig Nachrichten schreibe, um zu fragen, wie es ihm gehe.
Von einem engen, alltäglichen Austausch zwischen Mutter und Sohn ist damit zumindest wenig zu spüren. Gleichzeitig spricht Maye Musk voller Bewunderung über Elon und seine außergewöhnlichen Fähigkeiten.
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Schon als Kind war Elon anders
Für Maye stand offenbar bereits fest, dass ihr Sohn besonders war. "Ich wusste, dass er ein Genie ist", sagt sie rückblickend.
Die Familie habe Elon deshalb sogar "unsere Enzyklopädie" genannt. Er konnte sich laut seiner Mutter nahezu alles merken, was er gelesen hatte.
Dass aus dem wissbegierigen Buben später einer der erfolgreichsten Unternehmer der Welt werden würde, konnte Maye damals allerdings noch nicht ahnen. "Es gibt viele geniale Kinder, die im Keller sitzen und dort genial sind, aber daraus nichts machen", erklärt sie.
Sein Vater machte ihm Angst
Elons Kindheit war allerdings auch von schwierigen Erfahrungen geprägt. Maye Musk ließ sich 1979 von seinem Vater Errol Musk scheiden. Danach verbrachte Elon häufig Zeit bei seinem Vater.
Er habe damals geglaubt, sein Vater sei einsam und er müsse auf ihn aufpassen. Später sei Errol für seinen Sohn jedoch mehrfach "angsteinflößend" gewesen.
Auch in der Schule wurde Elon schwer gemobbt. Nach einem Vorfall musste er sogar ins Krankenhaus. Trotzdem habe sein Vater ihm laut Maye häufig die Schuld gegeben und ihn bloßgestellt.
Dass aus dem wissbegierigen Jungen später einer der erfolgreichsten Unternehmer der Welt werden würde, konnte sie zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht wissen.
Bücher und Technik als Rückzugsort
Wenn ihn die Probleme in der Schule oder zu Hause belasteten, flüchtete sich Elon laut seiner Mutter in Bücher und Technik.
Er programmierte und beschäftigte sich intensiv mit technischen Themen. Seine außergewöhnliche Wissbegierde fiel Maye dabei schon früh auf.
Das Verhältnis zu seinem Vater blieb dagegen schwierig. Elon Musk bezeichnete Errol später öffentlich sogar als einen "schlimmen Menschen".
Maye Musk gibt nun einen ungewöhnlich persönlichen Einblick in die Jahre, die ihren Sohn geprägt haben – lange bevor Elon Musk zu einem der bekanntesten Unternehmer der Welt wurde.
Auch Errol Musk sorgte für Schlagzeilen
Elons Vater ist in Südafrika als Ingenieur und Geschäftsmann bekannt. Für Schlagzeilen sorgte er unter anderem, weil er in seinem Haus drei bewaffnete Einbrecher erschoss.
Er wurde deshalb angeklagt, später aber mit der Begründung auf Notwehr freigesprochen.
Während das Verhältnis zu seinem Vater bis heute als zerrüttet gilt, vermittelt Maye Musk in ihrem aktuellen Interview vor allem eines: Elon Musk war schon als Kind außergewöhnlich – doch sein Weg an die Spitze war auch von schwierigen familiären Erfahrungen geprägt.