Riesen-Wirbel

Kein einziges Spiel: Infantinos große WM-Lüge aufgedeckt

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FIFA-Boss Gianni Infantino gerät spätestens seit der WM zunehmend unter Druck, doch jetzt wurde seine größte Lüge aufgedeckt.
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FIFA-Boss Gianni Infantino sorgt bei der XXL-Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko für extrem viel Wirbel. Sei es seine Flüge von Stadion zu Stadion, das Telefonat mit Donald Trump, um die Aufhebung der Sperre von US-Star Folarin Balogun, der mächtigste Mann des Fußballs steht massiv in der Kritik. Schon im Vorfeld führten die Neuerungen bei der Hymne und die eingeführten Trinkpausen zu hitzigen Diskussionen.

Wenn der Schiedsrichter bei der Fußball-WM das Spiel für eine kurze Trinkpause unterbricht, atmen die Spieler auf – und die TV-Bosse reiben sich die Hände. Offiziell werden diese "Hydration Breaks" aus rein medizinischen Gründen eingeführt, um den Körperkern der Spieler bei extremer Hitze abzukühlen. Doch der Nebeneffekt ist ein genialer Finanz-Knaller für die werbetreibende Wirtschaft.

In den sozialen Netzwerken geht derzeit ein alter Clip von Diego Maradona viral. In einem Interview aus dem Jahr 2018 scherzte die argentinische Legende, dass die USA eines Tages die Fußballspiele in vier 25-Minuten-Viertel aufteilen würden – nur um mehr Platz für Werbeblöcke zu schaffen. Heute zeigt sich: Der "Goldene Junge" war der Zeit voraus.

Perfekt planbar

Im Gegensatz zu Verletzungspausen oder VAR-Checks sind Trinkpausen vorhersehbar und von den TV-Stationen perfekt planbar. Sie schaffen in einem Sport, der sonst 45 Minuten am Stück ohne Unterbrechung läuft, plötzlich wertvolle Inseln für teure Werbespots.

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Die Zahlen dahinter sind unglaublich: Bei dem neuen, erweiterten WM-Format mit 104 Spielen und angenommenen zwei Trinkpausen pro Partie entstehen insgesamt 208 planbare Unterbrechungen. Das entspricht rund 624 Minuten, also mehr als 10 Stunden, an wertvollster Live-Sendezeit.

Kein Spiel betroffen

All dies wurde vom mittlerweile extrem umstrittenen FIFA-Präsidenten Gianni Infantino eingeführt. Doch jetzt der große Aufreger. Wie REUTERS berechnet hat, war KEIN EINZIGES der ersten 94 Spiele so heiß, dass es laut FIFA-Vorgaben eine Trinkpause gebraucht hätte.

Die FIFA ordnet Kühlpausen erst an, wenn die sogenannte Feuchtkugeltemperatur (WBGT) 32 Grad Celsius erreicht. Dieser Wert kombiniert Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Sonneneinstrahlung und Wind zu einem Indikator für die tatsächliche Belastung des Körpers. Die Gewerkschaft FIFPRO ist weitaus vorsichtiger: Sie empfiehlt Trinkpausen bereits ab 26 Grad Celsius und eine Spielverschiebung ab 28 Grad Celsius.

35 der bisherigen 94 Spiele verzeichneten eine Maximaltemperatur, die über dem FIFPRO-Limit für Kühlpausen lag. Davon überschritten sogar 27 Partien den kritischen Wert von 28 Grad Celsius. Damit ist nun auch offengelegt, dass die eingeführten "Viertelpausen" aus Sicht der FIFA nicht nötig gewesen wären und der Vorwand, die Gesundheit der Spieler zu schützen, Infantinos größte WM-Lüge ist.